Saturday, 27 September 2014

Project X

Sorry guys,but as I'm living in Mallorca now and things are getting more "international" I thought about continuing my blog in English, and here we go!! ;)
I know my English is quite good, but I also know it's not the very best. So please forgive me my mistakes and just try to read (and maybe enjoy :-P) my blog without being annoyed by them.

In my last post I said, that I haven't found THE (one and only) project yet. So, things might have changed....no they have changed for sure.
I'm here in Mallorca for one month now, so I have only five more to go.
The last month was a month of searching for a route, that motivates me as hell! Of course I've climbed a lot, tried different crags, different routes with different style and so on...but nevertheless I was always searching for the right one....sounds like I'm talking about girls now. XD

When someone "only" got 6 months to climb in one place, many people would consider him to just climb as much as possible....easier routes, at onsight/flash level or a little bit above.
Well, that's what I'm being told pretty every day, but it's only their way, and just one possible out of many ones.
What I like the most is projecting. I feel more like a boulderer, just that I enjoy it more to climb with a rope than with a crashpad...don't know why; it's just a fact....as some people prefer chocolate pudding and some prefer vanilla pudding! :-P
It's that I really love this process of getting better at something that first seemed or was impossible. In the beginning you maybe can't even do one of the crux-moves, but finally one day, after a long period of small progresses you redpoint this damn whole thing, and it is indescribably awesome!
(P.s.: I prefer vanilla pudding!) :D


Ok, back to my story: For me it was absolutely clear that I have to find a cool project to spend a lot of time in.
One day a friend wanted to show me a special climbing spot in Mallorca, a secret sector. He was telling me about the routes, that they require a lot of endurance and so on.
So first I thought: "Fuck, I don't wanna go there, I wanna do some short bouldery routes, that suite my style of climbing!"
But in the end he pursuaded me, just to have a look at the crag for one day, because it should be a supernice setting, simply a beautiful place that I "must" have seen.
So we went there....uh yeah, I have to tell you another thing: it's necessary to hike upwards for about 30 min. That was another reason, why I wasn't too motivated first, because as I've written in my last post, it had more than 30° C every day.
When we arrived I thought that it looks quite good, but that I've seen many places like this yet.
But the thing is, that you first can't see the whole size of the cave. And then out of nowhere it appears in its real dimension and it's fuuuuuuucking impressive!!!!! Mind totally blown! :)


I stood there and had to realize, that this is for sure one of the best climbing sites I've ever seen, if not the very best!

After warming up in a pumpy 6b+ (which I couldn't do onsight or flash) I wanted to test something hard..my friend recommended me an 8a that seemed to be very nice. But the first quickdraw was missing and also the route to the right - an 8a+ according to the topo - looked simply awesome and it was completely mounted, so that such lazy guys like me don't have to bring something with them.
No way...I got to try it.
And paah, what can I say: it's crazy, man. It's crazy awesome. Absolutely not my style..dynamic, tidy overhanging, sustained and last but not least it has pretty big distances between the bolts...to sum it up: PURE ANTISTYLE! ;)
Bartek in front of "my" route.

Quite overhanging...more than it seems on this photo

View from inside the cave
But, I fell completely in love with it....and: I'm progressing. There is still the last move missing at the crux part, but I heard that there exists a special trick do to this move and that the harder ones are benath it....so I already did the hardest part! (as single moves)!

I hope I will have enough time to project another route afterwards, but I'm quite confident, although it's hard to estimate the time it will take me to redpoint this beauty...

Wednesday, 3 September 2014

Mallorca...one way! :)

Hallihallo. Ja es gibt mich noch. :)
Nur war diesen Sommer nicht gerade viel zu schreiben, bei diesem Sauwetter.
Aber nun kann es mir ja egal sein! Warum?!
Ganz einfach: weil ich mich bei täglich 30° C und Sonnenschein auf Mallorca befinde, und das nicht ohne Grund.
Diesmal ist es mal kein Klettertrip der mich ins Ausland verschlägt. Ich bin nämlich hier in Mallorca und mache ein Erasmus-Semester....wobei das Klettern sicher nicht zu kurz kommen wird und - ich geb's ja eh zu - bei der Platzwahl durchaus eine wichtige Rolle gespielt hat. ;)
Vor zweieinhalb Jahren (Februar 2012) war ich schon mal hier und verbrachte meinen ersten Klettertrip auf der Insel. Er war absolut genial und wird mir immer bestens in Erinnerung bleiben, auch weil ich hier meine erste 7a und 7a+ klettern konnte.
Aber zurück zum hier und jetzt!
Mallorca ist nun nicht allzu groß, aber doch groß genug, dass eine etwaige Anreise zu den Kletterspots mit Öffis doch ziemlich zäh bzw teilweise unmöglich wäre.
Deshalb war bald klar, dass ich mit dem Auto hinunterfahren würde, um auch während meines Erasmus-Aufenthalts mobil zu bleiben. Nun: gesagt, getan! Und hier bin ich nun. Seit mittlerweile drei Tagen auf Malle und ich war schon zwei komplette Tage am Fels! Deshalb muss ich heute leider Ruhetag machen und lasse meine Motivation eben hier in meinem Blog freien Lauf. :-P

Wovon ich aber eigentlich erzählen will, ist meine Reise "herunter". Nicht in allen Details natürlich, denn so spannend war es dann auch wieder nicht, aber zumindest einiges weniges. und zuguterletzt kommt natürlich auch etwas klettertechnisches ins Spiel...ist ja ein Kletter-Blog...gg..

Ok ich merke gerade, es ist wirklich nicht sonderlich interessant deswegen mach ichs mal ultrakurz:

Die Straßen in Österreich sind scheiße, in Italien sind sie gut. Ich finde das System mit kilometerbezogener Maut sehr gut, auch wenns natürlich teuer ist. Das italienische System finde ich ohnehin einfach insgesamt recht schlüssig. Ich habe mein Ticket kurz nach der Grenze gelöst und erst kurz vor der französischen Grenze, alles auf einmal bezahlt was sehr angenehm ist. Auch ist mir aufgefallen dass es nur ganz wenige Leute gibt , die richtig schnell fahren....wohl wegen der beträchtlichen Strafen. Aber das ist doch gut so!
Was natürlich echt brutal ist, sind die Benzinpreise in Italien. Unglaublich!

In Frankreich ist es sehr ähnlich, doch ist der Sprit deutlich billiger. Was mich allerdings störte und was mit der Zeit ziemlich anstrengend ist, sind die vielen Mautstationen. Im Gegensatz zu Italien zahlt man hier nämlich jeden Streckenabschnitt einzeln.. :/

Zu Spanien kann ich nicht viel sagen, weil es nur ca 170 km ab der französischen Grenze bis Barcelona sind, aber es ist ähnlich wie in Frankreich, allerdings deutlich weniger anstrengend mit den Mautstationen und der Spritpreis ist hier richtig okay...ca österreichisches Niveau würd ich sagen.

Oje, dass war jetzt ja doch sehr lange. Sorry!

Ohne Probleme in Barcelona angekommen, hatte ich einen Ruhetag, der als Reserve dienen sollte, falls irgendetwas schief lief.
Ich hatte mir schon zu Hause angesehen, dass es ganz in der Nähe ein gar nicht so kleines Urgesteins-Bouldergebiet namens "Can Boquet" gibt (weiß nicht ob es Granit ist..?).
Das wollte ich nun natürlich auschecken. Nach ein paar Problemen bei der Wegfindung befand ich mich endlich bei den Felsen und war begeistert. Coole Linien und für jeden was dabei...von leicht bis schwer.
Ich fragte gleich ein paar Einheimische nach coolen Bouldern nachdem ich zuvor an einem 6B+ Teil kläglich gescheiert war.
Alles in allem war es dann ein echt cooler Tag mit zwei netten Spaniern.
Allerdings wollte mir einfach nichts schwereres als 6A+ gelingen!! Bei einem 7A Sprungboulder war ich recht knapp dran, aber das war es auch schon.
Coole 6A+ in Can Boquet

Was solls, zum trainieren hat es allemal gereicht und es ist wohl normal dass man sich an eine so unbekannte Felsart erst gewöhnen müsste bzw waren natürlich auch die Verhältnisse mit ca 30° und nur Halbschatten sicherlich nicht optimal. Vielleicht schau ich ja bei der Heimreise nochmals vorbei. ;)

Ansonsten ist nicht mehr viel zu sagen. Von Barcelona ging es mit der Fähre nach Mallorca und wie gesagt hier bin ich nun!
Kurz vor dem Einparken

Die Fähre nach Malle

Gestern hab ich mir ein Projekt ausgecheckt.....saugeil das Teil. Aber ich weiß noch nicht ob es DAS Projekt für meinen Aufenthalt wird, weil diese Wand im Winter meistens recht feucht sein soll und es dort ziemlich windig ist. Mal sehen.

Wenn es wieder was erzählenswertes gibt, schreib ichs hier nieder! ;D
Und ich werde hier noch ein, zwei Videos vom Bouldern hochladen...heute Abend oder morgen..

Sunday, 29 June 2014

Kis-Gerecse....Klettern in Ungarn :)

Kletterurlaub in Ungarn?? Wenn man es nicht von vornherein als unsinnig abtut, so findet man es zumindest ich sag mal "interessant", dass man als Österreicher nach Ungarn auf Kletterurlaub fährt. :)
Aber ich wollte mal wieder etwas neues kennenlerenen, wenn geht im Osten.
Und da mir Rumänien für einen Kurztrip doch zu weit entfernt gelegen war, schaute ich mich mal um, ob es denn nicht auch schon in Ungarn Kletterspots gibt.
Es dauerte nicht lange und dann hatte ich die Bestätigung: ja, es gibt sie....und noch dazu sogar ein richtig geniales Gebiet namens Kis-Gerecse.
Die Fotos waren vielversprechend, das Topo ebenso! Also dann, nix wie hin.
Nach einer zum Schluss ganz schön schwer zu findenden Anreise standen wir irgendwann glücklich am richtigen Parkplatz.
Es war zwar schon recht spät, aber etwas Fels wollten wir dann doch alle noch zwischen die Finger bekommen.
Da ich ohnehin nicht alle Erlebnisse erzählen kann, lass ich einfach wieder die Fotos sprechen und kommentiere diese ein bisschen.

Hari am 1. Tag in Karate (7a)....beim Durchstiegsversuch war es dann leider schon zu dunkel und so rutschte er von einem Tritt ab.
Ich, ebenfalls am 1. Tag, in Metamorfozis (7c/c+)....ich fühlte mich nicht gut und schaffte es daher leider nicht einmal beim auschecken zum Top (Schlüsselstelle ganz oben). :(
Lasse in "Fokhagyma" (6a)
Unser Zeltplatz war genial, auch wenn es am Foto nicht soo lässig wirkt..
Beim Aufwärmen am nächsten Tag...Hari klettert gerade "Anonymus" (6b)

Yoga-Prinz :-P
Mein On Sight-Versuch in einer 6c+ läuft gerade komplett ins Leere... :)
Dafür klettert Lasse danach "Teenager l'amour" (6a+) OS
Zurück an der Trapez-Wand...Hari kurz vor dem Durchstieg von Karate (7a)
Und schon mittendrin..
Ganz schön technisch das Zeug hier...moven in der Senkrechten.
Ich beim Jausnen vor der Esö-Fal (Regenwand), dem Hardmover-Bereich.
Ich hab mir nach meinem Scheitern am ersten Tag in Metamorfozis dann die Route "Metavad" (7c+) ausgecheckt, eine Kombination aus Metamorfozis und dem oberen teil der benachbarten 8b namens Fenevad.
Ist ein echt geniales Teil, dass mir wohl auch ziemlich liegt....nicht allzu steil und als Griffe bekommt man im schweren Teil nur kleine Leisten und Fingerlöcher zu fassen.
Am letzten Tag bin ich in meinem letzten Versuch ganz oben herausgefallen. War wirklich schade!
Für diesen Teil hab ich von einem der Locals dann noch eine viel bessere Beta bekommen.
Aber was solls, die 3,5 bis 4 Std Fahrzeit nehme ich gerne nochmals in Kauf und dann wird Metavad abgeholt!!! War also sicher nicht mein letzter Besuch in Kis-Gerecse, wahrscheinlich fahr ich sogar schon Ende Juli wieder hin...
Ist ja nicht so, dass ich dort nicht noch mehr als genug zu klettern hätte. :D

Wednesday, 25 June 2014

Neue Wege

Mein zweites Hobby neben dem Klettern ist das Einrichten neuer Routen. Ich weiß es gibt viele coole Spots in unserer Umgebung, an denen ich mich wahrscheinlich mein ganzes Kletterleben lang austoben könnte, aber dennoch ist es immer wieder genial einen neuen Felsen, oder auch nur eine neue Route zu entdecken und fürs Klettern einzurichten (und sie natürlich schlussendlich durchzusteigen).
Dieser ganze Prozess, der beim Suchen nach neuen Wandpartien beginnt und bei der Erstbegehung endet fasziniert mich einfach ungemein und für mich ist oft das Einbohren gleich erfüllend wie das Klettern selbst.
Man geht hinaus und findet dann irgendwann wieder eine Wand an der noch nie jemand Hand an den Fels gelegt hat und man ist derjenige der sich die ersten Linien aussuchen kann, die einem sofort vor seinem geistigen Auge erscheinen.
Und man freut sich so sehr und kann es kaum erwarten diese komplett neuen Klettermeter in Angriff zu nehmen.
Es ist schwer diese Gefühle zu beschreiben und wohl sicher auch sie nachzuvollziehen, wenn man es noch nicht erlebt hat.

Und jetzt zum Eigentlichen: Im Dezember 2013 durfte ich dieses Gefühl wieder erleben. Dabei hatte ich zuerst den besten Teil der Wand noch gar nicht bemerkt.
Aber auch die "zweite Wahl" bewog mich dazu mir dieses Stück Fels nochmal genauer anzusehen.
Gesagt getan und bei einer meiner nächsten Erkundungstouren entdeckte ich schließlich das Wesentliche. Eine Linie stach mich dabei besonders ins Auge. Da musste ich mich einfach sofort drüber abseilen.....und was ich dann sah war einfach genial.
Ein Sintergriff nach dem anderen und eine Gesamtlänge von 35m. An manchen Bereichen dürften sich sogar Routen bis 40m ausgehen!!! :D
Selbst im Winter nicht sonderlich auffällig, aber das ist der wirklich geniale Wandteil. ;)

Aber das beste kommt erst. Ich hatte nach einem Gespräch mit dem Grundeigentümer die Erlaubnis zum Bohren bekommen, lediglich eine vogelbedingte Sperrung bis 15. Mai haben wir vereinbart, was mir als Tierfreund aber eigentlich nichts ausmacht.
Ab dann hieß es warten, warten auf den Mai. Aber wie das nun einmal so ist kommt jeder Tag irgendwann, eben auch der 15. Mai 2014. :-P

Seltsamerweise, ich weiß nicht wieso, begann ich allerdings nicht mit meiner Lieblingslinie, sondern bohrte die ersten beiden Haken in einer Linie etwas links davon, die mir auch recht gut gefiel.
Diese hat aber in der Mitte eine ziemlich fiese Stelle und schon beim nächsten mal wechselte ich deswegen endlich zu meinem "Liebling".
Unten angekommen und die oberen zwei Drittel der Route fertiggebohrt, war ich recht zuversichtlich, dass alles kletterbar ist, denn auch der untere Teil sah durchaus griffig aus.
Beim nächsten mal war sie dann fertiggestellt und nun hieß es ernuet warten, denn vorerst war nun einmal alles nass, wie ich auch ein paar Tage danach noch traurig festellen musste.

Doch dann war es endlich soweit. Ein Freund von mir wollte sich die Wand auch gerne mal ansehen und mir auch beim Bohren helfen...perfekt!
Auch er war sofort begeistert und richtete auch gleich die Linie etwas links davon (oben erwähnt) bis zu besagter unguter Stelle in der Mitte ein.
In meinem Projekt lief es ganz gut, allerdings entpuppte sich eine Stelle in der Mitte als ziemlich hart, weil kurz einmal alle Tritte brutalst schlecht (oder fast nicht vorhanden) sind.
Benjamin konnte beim nächsten besuch seine Route gleich mal klettern und hat sie mit ca. 7a/7a+ bewertet.
Auch ich hab sie mir gleich angesehen und muss sagen: gar nicht mal leicht das Ding...sehr technisch mit weiten Zügen, aber superschön und echt interessante Stellen.
Bin sie dann ebenfalls bald danach durchgestiegn und würde sie für Leute bis 1,80 ziemlich sicher mit 7a+ bewerten. Aber Grade sind relativ und ist man größer fällt sie einem sicher etwas leichter und ist dann vielleicht auch nur 7a.....but who cares?!

Gleich nach seinem Durchstieg nahm Benjamin nun die Linie zwischen den beiden bestehenden unter die Lupe und war wiederum begeistert. Ziemlich viele Untergriffe zieren dieses Teil und auch der Größenvorteil bestand erneut, dank ganz schön weiter Züge.

Einrichten der Mittellinie

2 bis 3 Tage später befanden wir uns erneut an der Wand, Benjamin boltete die Mittellinie und ich hatte mich schon zuletzt um eine neue Linie rechts von meinem Projekt umgesehen und sie auch gefunden. Wiederum ein geniales Teil und wohl sogar noch 2 Meter länger. (also 37m!!!)
Etwa eine Stunde danach stieg Benni seine Route gleich im ersten Vorstiegsversuch durch und bewertet sie mit 7a+ (?)...mir kommt sie wie eine harte 7b vor, aber wie gesagt, die Größe macht hier viel aus und er ist groß, ich (nur) 1,79. Tja.
Weil nun seine beiden Touren zwecks Homogenität vorerst etwas über der Mitte (beide ca 22m) enden, beschloss ich auch meiner einen Zwischenumlenker zu verpassen, was auch ganz gut passt, da ja auch in dieser Tour kurz danach eine harte Einzelstelle folgt.

Deswegen hieß es für mich nun vorerst einmal bis zum Zwischenumlenker durchzusteigen, was ich beim nächsten mal auch gleich verwirklichen konnte.
Mein Teil nennt sich bis zum Intermediate-Top "Freigeist" (nein, ist keine Anlehnung an Zeitgeist, ich kann nichts für die Ähnlichkeiten welche die deutsche Sprache schafft...gg...)
Ich sag mal es ist ne 7b. Wirklich wissen tut man es ja eh erst wenn mehrere Leute geklettert sind.
"Freigeist".....endet beim letzten hier eingehängten Haken.

Und auch das Gesamtprojekt sieht nun schon ganz gut aus. Die Einzelzüge gehen schon alle ohne Probleme und im toprope bin ich die Crux schon bis auf zum letzten Zug durchgeklettert.
Jetzt halt noch zusammenhängen und am scharfen Seilende klettern, dann passts. :)
Dürfte übrigens bei 7c+ einchecken.

Tut mir leid, aber ich will/kann vorerst nicht verraten wo die Wand ist usw....alles zu seiner Zeit...
Sollte dennoch irgendjemand hinkommen, weil ich mich verplappere oder so (..gg..), denkt bitte immer an die Sperre bis 15. Mai. Ich will nämlich auch weiterhin im Einvernehmen mit den Eigentümern bleiben.

Na dann, bis zum nächsten Post gehts auf alle Fälle viel viel schneller, das kann ich versprechen....ich wart nämlich  nur mehr auf die Fotos.
Dann gibt es wieder einen kleinen aber feinen Urlaubspost im "Graz-Umgebung"-Blog! :-P





Thursday, 24 April 2014

Ostern auf Südfranzösisch

Auch wenn ich mir bald einen neuen Namen für den Blog einfallen lassen muss bei den vielen Urlaubsposts fernab von Graz (Umgebung), so will ich euch trotzdem nicht ein paar Zeilen und vor allem Fotos von/zu meinem letzten Trip vorenthalten.
Diesmal hat es mich zum ersten mal zum Klettern nach Frankreich verschlagen, genauer an die Cote d'Azur, also Gegend Nizza.
Ich denke es reicht wenn ich jeweils bei den Fotos etwas dazuschreibe, richtige Erzählungen erspar ich mir diesmal. ;)
Bevor es zum ersten Klettergarten geht, müssen wir erst mal Borja in Nizza am Flughafen aufgabeln..
Zuerst gleich mal komlpett in einer 6a+ untergehen. :-P
Auch eine Nacht im Freien war wieder dabei...war gemütlicher als es aussieht auf diesem Felsen. ;)

Meine Free-Solo-Kante. Zwar nur 6-, aber war trotzdem nicht ohne da on sight hinaufzuklettern. Aber die Konzentration bei so etwas ist echt erstaunlich.

Mein Lieblinssektor von diesem Urlaub! Versintert, nicht zu hoch und ausdauernd...einfach genial!

Nochmals der Sektor: Peripherique Ouest (La Turbie)


Lasse in der letzten Route dieses Tages (6a)


Borja in "Pet de Zebu" (7b, St. Jeannet)...leider ist sich keine Begehung mehr ausgegangen..jeder Trip geht mal zu Ende. :(

Ebenfalls ein super Sektor: Mesa Verde (Gorges du Loup)


Zusammen auf Mehrseillänge: Sektor L'hermitage (Gorges du Loup)
Vor "Mekanik Destruktif" (7c/+)....ach wie gerne wär ich da hineingeklettert, aber leider war nur mehr Zeit zum Anschauen übrig..

Man muss nicht alles hinterfragen! :D
 Alles in allem sei gesagt: das war sicher nicht mein letzter Urlaub in dieser Gegend, weil es dort einfach geniale Gebiete gibt!!!
BUT NOTHING BEATS CATALUNYA! :-P :D




Wednesday, 23 April 2014

Planlos in den Frühling

Ich war echt superfroh als ich die Mandala geklettert war, da ich mich nun endlich meinen Projekten in Mixnitz widmen konnte. Denn selbst wenn es von den Temperaturen her wahrscheinlich noch ganz gut hingehauen hätte in Peggau so war die Motivation für Mixnitz nun doch um einiges höher, da ich ja eh den ganzen Winter in der Peggauer Wand verbracht hatte.
Und auch meine "kleine" Phobie vor Zecken macht es mir umso leichter mich im Sommer davon abzuhalten dort durchs Gebüsch zu kriechen (nach dem Steinschlagzaun würd's eh einigermaßen gehen...naja).
Auf alle Fälle ließ ich daher nicht lange auf mich warten und schon war ich in Mixnitz.
Mixnitz bedeutet für mich vor allem zwei Gebiete: Arena und Kolosseum. Mit der Weißen Wand konnte ich mich bisher nicht so anfreunden, obwohl ich schon weiß, dass sie ein Top- und derzeit DAS In-Gebiet schlechthin ist. :D

Im vorigen Herbst hatte ich vier weitere Projekte im Kolosseum geboltet, zwei im unteren Bereich (bei No Remorse) und zwei oben (bei Engage).
Schon beim Bohren hatte es mir eine Linie über einen großen Untergriff und ein tiefes Loch besonders angetan und nun wollte ich wissen ob die Stelle nach dem Loch, die besonders tricky aussah aufzulösen war.
Schon der Dynamo aus dem Untergriff zum Loch war bitterböse, die Stelle danachlegt aber eindeutig nochmal einen drauf...klar ich hatte schon einen Lösungsansatz, aber nachdem ich einige male erfolglos versucht hatte diesen in die Tat umzusetzen ließ ich es bleiben.
Es sind ja noch 3 weitere Projekte vorhanden, die probiert werden wollen....ok, eigentlich zwei, denn die Route rechts von Engage schaut echt knüppelhart aus.
Aber weiter ging es. Weil es sich anbot, stieg ich gleich in die Route daneben ein und....tja es ging so halbwegs.
Bis zum großen Seitgriff, von dem man den 4. Bolt clippt, ging es eigentlich ganz gut, dann kommt allerdings eine ziemliche Boulderstelle, die ich an diesem Tag nicht auflösen konnte.
Nun war aber mein Ehrgeiz geweckt und bald darauf war ich wieder dort. Schon ging alles ein bisschen leichter, doch die Crux blieb unverändert hart.
Dafür konnte ich aber heute auch den oberen Teil auschecken, da ich mir die Route toprope eingehäöngt hatte.
Und dieser obere Teil war zwar sicher auch nicht leicht, aber nach ein wenig herumprobieren hatte ich die Züge beisammen.
Zurück zu Hause musste ich natürlich weiterhin über diese blöde Boulderstelle in der Mitte nachdenken und wie man sie wohl klettern könnte. Dabei spielte ich auch eine zweite Möglichkeit durch die mir aber zuerst nicht sonderlich plausibel erschien. Nämlich dass ich anstatt mit links auf den Aufleger weiterzugriefen, mehr oder weniger einen Schulterzug mache und so mit rechts den Aufleger erwische.
Unplausibel erschien mir das ganze deswegen weil dieser Schultergriff für links ziemlich mies ist.
Beim nächsten mal versuchte ich dann die Lösung anzuwenden und siehe da: es klappte!
Auch wenn es sich im ersten Moment echt beschi...n anfühlt mit rechts weiterzuziehen, der Griff hält in der Aufwärtsbewegung echt gut.
Also dann blieb nur noch ein Zug unaufgelöst, ehe ich scharfe Versuche starten könnte. Der folgende Move auf das große Aufleger-/Leistenbankerl unter dem nächsten Dach hat es nämlich wiederum ziemlich in sich, weil man keine guten Tritte hat und über den komplett abschüssigen Aufleger weit drüber ziehen muss.
Aber, leider bin ich seither nicht mehr hinaufgekommen ins Kolosseum und derzeit kann ich mir schwer vorstellen dass die Linie trocken ist. :´(
Und deswegen bin ich nun etwas planlos was ich derzeit angehen soll. Ich hab zwar ein Projekterl, das sehr regensicher ist, aber eigentlich wollte ich jetzt zuerst mal an dieser Linie weiterarbeiten und nicht irgendwas neues anfangen..wobei ich das eigentlich eh schon längst hab. :)


Thursday, 20 March 2014

Mandala und die niemals endende Saison

Wie im letzten Post beschrieben, war ich Anfang Jänner die Mandala-Variante, bei der man eigentlich genau die 5 schwersten Züge der Originalen auslässt, geklettert.
Schon beim projektieren war damals klar, die Mandala (8a) muss ich auch unbedingt mal klettern.
Als ich dann die Variante erledigt hatte, stieg ich sofort ein, um mir die Schlüsselstelle auszuchecken...nun ja, hart wars! :)
Und da an diesem Tag einfach so viele, ja wirklich sogar zu viele Leute auf der Peggauer Wand waren, blieb es bei einmal hineinklettern und dann flüchteten meine Kollegen und ich in den G-Spot-Sektor.

Harry in "Hosenscheißer Charly" (7b)...diese teilt sich die ersten Meter mit Mandala
Bald darauf bin ich dann nach Spanien geflogen und hab mich deshalb in Peggau nicht blicken lassen. So viel An- und Rückfahrt wollt ich mir bei aller Liebe zur Peggauer Wand nicht antun, vor allem mit den Weltbesten Klettergebieten vor der Nasenspitze. :P

Nach meiner Rückkehr war klar, dass ich an Mandala weiterarbeite. Zuerst war aber mal alles waschelnass in der Heimat, denn wie sich herausstellte hatte ich ganz geschickt und zufällig die zwei schlimmsten Winterwochen, mit ordentlich Schneefall in Südösterreich, unter der spanischen Sonne verbracht. Ich Glückspilz! Ja richtig, ich bin absolut kein Wintermensch. ;)

Aufgrund der Nässe ging es deshalb erst mal zum Hasenstein, wo ich nur die "Geheimagent" kletterte, eine super Route, aber die richtigen Leisten wollen erst mal gefunden werden.
Nun wurde das Wetter aber immer besser und mehr und mehr trocknete alles auf..also gings wieder nach Peggau, und auch wenn der Mandala-Einstieg noch arg nass war, den Schlüsselzug separat konnte ich nun einzuschleifen versuchen.
Das klingt jetzt fast so, als ob er schon gut funktioniert hätte und ich ihn nur perfektionieren hätte müssen. Tatsächlich aber konnte ich diesen einen Zug einfach nicht auflösen...ständig kamen mir die Füße...es war wirklich zum Verzweifeln. Der Dazugreifer in den Schlitz bei der dritten Exe...kein Streß mehr! Der Hinaufägypterer (- cooooles Wort :D -) in die kleine Leiste von der man den Schlüsselzug einleitet...überhaupt kein Problem! Der Schlüsselzug...unmachbar!!!
So ging das 3 Wochen lang dahin. Mittlerweile war die John Brown schon komplett trocken (selbst die linke Zange) und ich war sehr in Versuchung Mandala wieder an den Nagel zu hängen.
Irgendwie wollte mir einfach nicht der Fuß stehen bleiben...ich brachte null Druck auf den rechten Tritt.
Zu sagen ist, ich stehe mit rechts ziemlich weit draußen hinter dem großen Seitgriff der "Hosenscheißer Charly".
Ich konnte zwar immer wieder mal den Zug halten und auch die Füße wieder zur Wand bringen, aber das war einfach zu unsicher für Durchsteigsversuche, als dass ich reale Chancen gehabt hätte.

Irgendwann kam mir dann die glorreiche Erkenntnis, dass es dieses eine mal tatsächlich am Schuh liegen könnte und nicht an eigener Unfähigkeit. Normalerweise klettere ich den Mantis von LaSportiva.
Ich finde das ist ein super Schuh, der im Preis-/Leistungsverhältnis unschlagbar ist und normalerweise stehe ich mit keinem Schuh besser auf den Tritten.
Aber dieser Tritt ist eher wie ein Loch, als wie ne Leiste anzusteigen und deshalb kam mir dann eben der Gedanke, dass ich vielleicht wieder mal meine "Waffenschuhe" auspacken sollte.

Gesagt, getan. Nächstes mal hatte ich sie dabei, stieg ein und kletterte den Schlüsselzug separieret im 1. Versuch ohne dass mir der Fuß gegangen ist. Das war ein riesiger Motivationsboost!!! Ich hatte mich also nicht geirrt, es war tatsächlich eine Frage der Fußbekleidung. :)

Ab jetzt konnten also die scharfen Versuche beginnen, denn alle anderen Züge gingen schon sehr gut...den Ausstieg kannte ich ja sowieso schon von der Variante.
Aber in der ersten Woche wollte ich trotzdem nicht so recht über die Schlüsselstelle drüberkommen.
Bis zum Schlüsselzug ging es sehr gut, aber erneut kam mir immer wieder der rechte Fuß.



Diesmal wusste ich aber, dass es eine Bewegungsfrage bzw eine Frage des möglichst kraftsparenden Hinkletterns war und schließlich war es soweit und ich konnte den Schlüsselzug von unten kommend halten und der Fuß blieb stehen.

Nun wusste ich: das dauert maximal noch zwei Wochen, wenn nichts unerwartetes passiert.
Der Fortschritt der sich nun einstellte war überwältigend. Von Versuch zu Versuch ging es besser.

Am vorletzten Tag flog ich tatsächlich beim Zug zur Leiste, von der ich die vierte (eigentlich 5.) Exe hänge.
Ich hatte gar nicht geglaubt, dass ich bei diesem Zug herausfliegen könnte.
Aber egal...das positive war: ich war soeben zum ersten mal die gesamte Schlüsselstelle durchgeklettert! Geil!

Und kurz gesagt: der nächste tag war der Durchstiegstag. Im ersten versuch flog ich sogar genau einen Zug weiter als am Vortag, beim ich denke leichtesten Zug der ganzen Route (die Hosenscheißer-Züge zu Beginn sind um einiges schwerer) aus der Wand.
Im zweiten Versuch kam ich dann bis zur letzten Schlinge, konnte mit links aber einfach nicht mehr blockieren und versuchte verzweifelterweise dynamisch auf die kleine Leiste weiterzuschnappen, was natürlich nicht funktionierte.
Und dann endlich passte alles. Schlüsselstelle durchgeklettert und fit zum "Rastpunkt" gekommen.Dort extra nochmals auch die linke Hand kurz gecshüttelt und dann die letzten Züge zum Henkel durchziehen und kurze Zeit später überüberüber-glücklich das Top einhängen.

Genial, dieses Gefühl. So eine coole Route, meine erste 8a! Und wer mich kennt der weiß, ich bin recht emotional und impulsiv, deshalb wurde nach dem einhängen mal ordentlich geschrien. Was heißt einmal, drei mal. Ich habs mir nicht verkneiffen können und auch nicht verkneiffen wollen. :P

Aber so schön es ist und auch wenn ich heute am Tag danach immer noch einen fetten Smile aufsetze wenn ich an den gestrigen Durchstieg denke: the show must go on.
Und eines könnt ihr mir glauben: die Projekte gehen mir heuer wieder mal sicher nicht aus!! :)

Ich sag nur: "Let the Mixnitz-Season begin!" Oh yeah..