Diese Bouldersaison war extremst geil und durch viele Höhepunkte geprägt. Ich fühlte und fühle mich super in Form und so konnte ich mir bereits im Winter einige 7A-7B Boulder abholen.
Nur, 7B war ich auch schon 2015 und 2017 gebouldert, also überschwängliche Freude ist dann trotz allem nicht ausgebrochen. Wenn ich mich dermaßen stark fühlte, wieso konnte ich dann nicht endlich mal wieder mein Limit nach oben verschieben?
Meine frühere Herangehensweise war eigentlich immer grade-skipping. Am liebsten wollte ich also auf meine 7Bs gleich 7Cs und im besten Fall den Grad 8A folgen lassen. Wohin das führte kann man sich vorstellen. Die Grade wurden nicht gefestigt und so konnte es leicht vorkommen, dass anstatt der gewünschten 7C eher die nächste 7A das Problem war.
Nun klar, beim Bouldern läuft das Ganze deutlich spezifischer ab und so kann einem eine Crimp-7C auch durchaus leichter fallen als ein 7A-Sprung. Kommt halt darauf an wo die eigenen Stärken/Schwächen liegen.
Nur muss einem irgendwann klar sein, dass dann dennoch zumindest - ich sag mal Hausnummer - jeder zweite Boulder in seinem Schwierigkeitsgrad funktionieren sollte. Und das war nicht der Fall.
So kam es, dass ich zwar die eine oder andere 7C probierte anstatt 7Bs, obwohl diese Großteils genau so wenig funktionierten. Zumindest das Ergebnis blieb dasselbe: keine Chance!
Diese Saison aber war anders! Nicht nur dass ich mir diesmal bewusst mehrere Boulder "meines" Grades ausboulderte und schlussendlich auch als ich einige 7Bs beisammen hatte, nein auch als ich schließlich doch wieder eine 7C probierte, fühlte sich das diesmal deutlich richtiger an.
Mein erstes 7C-Projekt Im Winter 2019/20 war nach dem Durchstieg von "Flow" (7B) die benachbarte "Tittenlilli". Und siehe da, es ging nicht so schlecht. Nachdem ich unten meine Beta ein wenig geändert hatte, konnte ich zunächst bis zum Standstart durchklettern und dann sogar noch 2-3 Züge darüber hinaus. Der Standstart selbst ist so im 7A/+ Bereich angesiedelt, wobei richtig schwer ist eigentlich nur ein Zug. Aber in Tittenlilli, wenn man von unten kommt, wird's mit 16 Zügen dann schon ganz schön kraftausdauerig.
So entschied ich dann irgendwann, dass ich mir diesen Boulder lieber für den Übergang zur Seilsaison aufbehalten würde, wenn ich ohnehin schon ein wenig mehr Ausdauer hätte. Mir dauerte das Ganze dann einfach schon viel zu lange und die Motivation Ausdauer aufzubauen fehlte (noch).
Im Winter war aber noch ein anderes Gebiet Ziel meiner Gelüste und zwar, wie könnte es anders sein, Merkenstein!
Hier probierte ich mich gerade an zwei 8As. Die Sinnhaftigkeit sei an dieser Stelle dahingestellt =)
Eines Tages, als ich mit der 8A für diesen Tag bereits abgeschlossen hatte, entschied ich mir als zweites und leichteres Max.-Projekt noch "Tesla" (7C) anzusehen und siehe da es ging hervorragend.
Der erste Zug des Sitzstarts, der als Crux angesehen werden kann, ging recht bald. Die anderen beiden Sitzstart Züge ließ ich daher vorerst mal weg und konzentrierte mich an diesem Tag noch auf den Standstart. Dieser kam mir für 6C allerdings knüppelhart vor, beinahe gleich schwer wie der Sitzstart-Cruxzug. Ich konnte den Standstart aber noch an diesem Tag punkten und so war ich sehr zuversichtlich den Gesamtboulder beim nächsten Besuch einfach nur abknipsen zu müssen, zumal einige auch meinen, dass es ein leichter 7C bzw. sogar nur 7B+/C Boulder ist.
Die Situation beim nächsten Besuch stellte sich aber gänzlich anders dar. Nun ging der erste Zug nur noch äußerst sporadisch, obwohl ich diesmal davor keine 8A probiert hatte und selbst wenn ich ihn hielt, war der Zug danach bzw. das Fuß-Hochstellen brachial schwer. Die nächsten 2 Besuche hatte ich zwar guten progress und konnte schließlich sogar bis in den Standstart klettern, dort ging aber alle drei mal als mir dies gelang etwas schief, sodass ich nicht zum Top gelangte.
Schlussendlich wurde es dann wirklich zu einer Kopfsache und der erste Zug ging immer schlechter, anstatt besser und letztendlich ging auch die Freude verloren.
Kein progress und keine Freude am Boulder? Keine gute Kombi, also hieß es trotz der bereits sehr vielversprechenden Versuche abbrechen und auf zu neuen Zielen!
Hier kam dann wieder ein Gebiet in heimischen Gefilden in den Fokus, welches ich im Winter entdeckt hatte. Gut, war auch nicht allzu schwer. Man sieht es nun hervorragend von der Schnellstraße (Schlag). So begann ich dort mit dem Erschließen und konnte mit einige 7A Erstbegehungen und leichteres Zeug sichern. Zum Schluss verblieb die logischte und schönste straight-up Linie, es war aber auch die schwerste, irgendwo im Bereich 7B/C. Perfekt also eigentlich.
Die Versuche liefen vielversprechend und ich hatte stets einen guten Fortschritt. Als ich dann auch für den 1. Zug (=Cruxzug) eine Lösung gefunden hatte, war klar: das geht!
Und dann kam Corona bzw. noch nicht, denn mein Projekterl konnte ich mir tatsächlich noch holen und mir damit einen neuen Grad, nämlich 7B+, erschließen. Das Manko war aber klar: es war keine 7C!
In der Corona-Zeit war dann zunächst nicht viel möglich und ich beschränkte mich auf Bouldertraversen, was zugleich den Übergang zum Seilklettern einleiten sollte. Hier hatte ich am 3.50er Block noch ein kleines feines Projekterl: die Ultratraverse, also wirklich vom einen Ende des Blocks zum anderen (d.h. Kombination aus "Living On" und "Good to be back" --> gesamt rund 55 Züge!).
Die Ausdauer baute sich langsam auf und als ich auch dieses Projekt punkten konnte, war ich superhappy über den Durchstieg und das sich die Ausdauer nun auf einem guten Startlevel für die Seilsaison befand.
Nur die ließ dank Corona weiter auf sich warten und Woche um Woche verging, sodass ich statt Seilprojekterl auch wieder neue Boulderprojekte ins Auge fasste. Das war zunächst ISO 9001, die auch nicht so schlecht klappte. War durchaus vorstellbar, wenn auch nicht mein Stil. Brachiales anheizen halt. Und das zweite Manko war, dass sie von vielen eher als 7B+ bewertet wird. An sich egal, nur ich wollte jetzt endlich meine ersehnte 7C klettern und fühlte mich bereit dafür.
An Tittelilli war zu diesem Zeitpunkt leider schon nicht mehr zu denken. Die hätte nun wirklich gut gepasst, aber Peggau war mittlerweile gesperrt und mir keine Anzeige wert. Außerdem könnte stures Handeln in der angespannten Situation dazu führen, dass Peggau vielleicht für immer wegfällt.
Naheliegend erschien es daher auch mal wieder zur Rapunzelwand zu schauen. Hier hatte ich einst mein erstes 7C-Projekt auserkoren und auch wenn ich im letzten Winter mal wieder dort war und den leistigen Anfangsboulder letztlich beiseite gelegt hatte, da er Gift für meinen (ehemals) verletzten Finger war, so könnte ich dennoch - falls sich diese Einschätzung bestätigen sollte - zumindest noch ein bisschen den zweiten Teil, welcher sich so im 6C+ Bereich abspielt, spulen.
Der erste Besuch verlief zunächst sehr vielversprechend und ich konnte eigentlich sofort wieder meinen alten highpoint vom Dezember 2014 erreichen. Das Hook-Lösen blieb aber auch weiterhin das (zu lösende) Kriterium, wobei ich auch hier Fortschritte merkte. Zunächst versuchte ich verschiedene Positionen für den linken Fuß, um möglichst kontrolliert den rechten Hook lösen zu können und bestenfalls den linken Fuß sogar an der Wand zu behalten.
Hierbei blieb es aber leider lediglich bei Ansätzen, sodass ich letztlich zur alten Variante zurückkehrte, also linken Fuß hinaussetzen, Hook kommen lassen, auspendeln und dann wieder gezielt Füße zur Wand bringen.
Dies fühlte sich recht bald sehr machbar an, auch konnte ich mich frei hängend recht gut an den beiden Leisten halten und dann die Füße wieder zur Wand bringen. Es ging also wirklich nur ums Schwung abfangen.
Allerdings merkte ich, dass dieses Ausschwingen, rein auf den kleinen Leisten hängend, alles andere als gut für meinen rechten (ehemals verletzten) Finger war. Er begann zwar noch nicht anzuschwellen, dafür war nun aber sogar wieder das ungute Knacksen im Gelenk zurückgekehrt.
Kurzum, ich wusste, dass ich die Stelle prinzipiell so auflösen könnte, doch würde das sicher noch ein, zwei, drei Tage mehr bedeuten, an denen ich meinen Finger solch hohen Belastungen aussetzen müsste. Daher war mit Blick auf die Verletzungs-Prophylaxe klar, dass ich mir entweder wieder einen anderen Boulder suchen müsste, oder hier eine neue Lösung.
Prinzipiell aber fühlte sich ja alles sehr solide an und so werkelte ich noch ein wenig herum. Unter anderem versuchte ich auch wieder eine Lösung, die ich bereits seinerzeit probiert, dann aber als zu schwer verworfen hatte. Dabei geht man mit rechts nicht auf die seltsame "Crispy-Leiste" (über der linken Seitzwick-Leiste), sondern in den Diagonalriss darüber. Dieser ist um einiges schwerer zu halten, ich erhoffte mir aber danach besser voranzukommen als in der anderen (und wohl Standard-)Lösungsvariante.
Nun, es ging! Schwierig war gar nicht so sehr das Hineinkommen in den Riss, sondern auch diesen genügend blockieren zu können, um weiterzugreifen. Aus der Position heraus funktionierte es aber immer wieder, also musste es eine Körperschwerpunkt-Geschichte sein. Das Hook-Lösen ging mit dieser Variante schließlich um Welten einfacher, dafür kam aber unerwarteter weise noch eine zweite Crux bei den eigentlich sehr guten Abschlussleisten des 7C-Teils hinzu, wo es in der Standardvariante eigentlich bereits gegessen wäre.
Dadurch dass der Diagonalriss doch deutlich höher liegt passt die Körperposition nicht so gut und man muss den linken Seitgriff praktisch herblockieren. Ich schaffte den Zug zwar einmal mit einem coolen Dropknee, aber als ich beim nächsten mal mein Glück wiederholen wollte, gelang mir das nicht mal als Einzelzug. So würde das nichts mit dem Durchstieg werden. Also wieder weiterfeilen!
Zu guter Letzt fand ich eine neue Fußposition, bei der sich der Zug halbwegs solid anfühlte, zumindest als Einzelzug.
Nun konnten die Durchstiegsversuche beginnen. Zunächst einmal war es nun aber deutlich härter als gedacht den Diagonalriss in die Weitergreif-Position zu übersetzen.
Schließlich konnte ich diesen aber einmal gut "einfädeln" und inkl. lösen des Hooks durchklettern, d.h. ich fiel beim Zug zum guten linken Abschlussgriff, aber noch vor der harten zweiten Crux.
Für diesen Tag war ich schließlich bereits zu zerstört für weitere Versuche, probierte aber nochmal den zweiten Cruxzug als Einzelzug hinzubekommen. Das wurde eine echte Herausfordeung, doch irgendwann klappte es zum Glück, sonst hätte ich vielleicht das Handtuch geworfen, wobei ehrlicherweise muss man auch sagen, dass es an diesem Tag recht warm war (~20°C). Ans Spulen der Resttraverse, war an diesem Tag nicht mehr zu denken.
So war das Fazit durchaus positiv, doch wusste ich dass es vorerst mal keinen Sinn hatte weiterzuprobieren. Ich müsste hoffen, nochmals einen etwas kühleren Tag/Tage zu erwischen.
Ein paar Tage später bot sich genau diese Gelegenheit. Ca. 15°C und trocken.
Beim Spot angekommen war ich hochmotiviert und wärmte erst mal auf. Die Erwartungshaltung war aber noch nicht allzu groß, vielmehr wollte ich diesen Tag einfach dazu nützen um einen neuen highpoint zu schaffen und abschätzen zu können, wie schwer die zweite Crux wirklich ist, wenn man bereits vom Start kommt.
Nachdem ich mich gut aufgewärmt hatte und auch die Resttraverse recht solide geklettert war, machte ich mich an den ersten Versuch.
Dieser sollte an sich nur dazu dienen die Musklen und Sehnen wieder auf die Belastung einzustimmen und der 2. und 3. try wären dann an sich die scharfen gewesen.
Wie man sich bereits denken kann lief es gut und nachdem der Hook gelöst war, konnte ich diesmal auch den Zug zur guten linken Seitleiste durchziehen. Nun ging es ans Eingemachte! Füße hinüber bringen, eindrehen und bam! Auch die zweite Crux, zumindest der schwerste Zug davon, war geschafft.
Es verbleib nur mehr der letzte harte Zug, nämlich der Dazugreifer neben die Seitleiste. An sich handelt es sich um einen echt guten Griff. In meiner neuen Lösung passt allerdings die Postion nicht so gut und ich kann ihn zunächst nur hängend mit drei Fingern nehmen. Erst wenn ich auf "aufstellen" umgestellt habe und der Daumen dabei liegt, ist diese Stelle wirklich vorüber.
In diesem Try erwischte ich die Leiste zunächst denkbar schlecht, wie auch schon der zweite Cruxzug davor sehr sehr knapp am Abgehen war. Irgendwie konnte ich mich aber halten - fight mode war an - und intuitiv schnappte ich mit links von Seitleiste auf (normale) Mikroleiste um. Das hatte ich zuvor schon öfters beim Einzelzug-Auschecken versucht, so richtig aufgegangen war es mir aber nie.
Diesmal hielt ich mich irgendwie mit letzter Kraft und endlich konnte ich rechts den Daumen dazubringen und aufstellen. Erst jetzt war die zweite Crux vorüber.
Also weiter! Die Resttraverse hat noch einen "Kassierer", den ich auch als Einzelzug nicht leicht finde. Mental bereitete ich mich nun auf diesen vor, bzw eigentlich kletterte ich nun recht automatisiert und es lief gut. Bei besagtem Kassierer nahm ich nochmals alle Kraft zusammen und konnte auch diesen solide ins Trockene bringen. Nun bloß nicht mehr loslassen! Beim Abschlussboulder angekommen hatte ich nun aber ein ganz anderes Problem: Meine Finger waren eiskalt und gefühlslos. Als ich zum ersten Zug des Abschlussboulders ansetzte hatte ich da Gefühl die Finger würden mir aufgehen. Ich fühlte einfach nicht mehr ob ich den an sich sehr großen Griff gut in der Hand hatte. Nochmals retour, etwas nachfassen und dann setzte ich erneut mit voller Karft zum Zug an. Nun ging er sehr easy von der Hand. Nur noch ein schwerer Zug trennte mich vom Durchstieg. Dieser ist an sich kein Problem, ich habe hier echt eine gute Toehook-Lösung. Als ich aber mit rechts die Mikroleiste zu fassen bekomme habe ich null Gefühl. Zum Nachfassen bleibt diesmal keine Zeit. Nun ist es auch mit der Kraft bald vorüber.
Mit letzter Kraft und viel Verzweiflung greife ich weiter. Gefühlsmäßig falle ich bereits. Kurz bekomme ich die Zielleiste aber zu fassen, steige bzw. hupfe intuitiv nach und plötzlich befindet sich der Schwerpunkt wieder im Gleichgewichtet bzw. pendle ich stabil weiter zur guten Abschlussleiste. Es ist geschafft! Unglaublich!
Ich kann es kaum fassen und knapper hätte der letzte Zug nicht sein können. An sich hab ich immer noch das Gefühl abzugehen, wenn ich daran zurückdenke, aber ich war wohl "lucky enough" um den Topgriff doch noch zu erreichen.
So bewahrheitete sich einmal mehr, dass die besten Versuche nur allzu oft jene sind, wo man praktisch keine Erwartungen hat. Bei "Die Schöne und das Biest" (8b, Sommerresidenz) war es ja ganz ähnlich gewesen.
Ohne (inneren) Druck klettert es ich so leicht und ich werde in Zukunft sicherlich versuchen noch mehr Fokus auf diesen mentalen Teil des Kletterns zu legen.
Monday, 18 May 2020
Sunday, 12 January 2020
Das Hattrick-Wochenende
Das vergangene Wochenende war sicherlich eines der besten, wenn nicht sogar DAS beste Kletterwochende meiner bisherigen Karriere.
Angefangen hatte alles damit, dass ich eigentlich meinem Lieblingsbouldergebiet Merkenstein endlich wieder einen Besuch abstatten wollte. Über Weihnachten hatte es wetterbedingt nie gepasst und am letzten Wochenende war ich etwas kränklich, sodass ich nicht 1 1/2 Stunden Anreise in Kauf nehmen wollte, um dann vielleicht komplett unfit nach 15 min wieder das Zeug zusammenpacken zu müssen.
Abseits von Merkenstein war ich aber in den letzten Wochen bei mehreren Bouldern im Grazer Bergland sehr knapp an den Durchstieg herangerückt, sodass ich das Gefühl hatte diese eigentlich nur mehr abknipsen zu müssen. Dies waren folgende Boulder:
1) 1/2 Straßenblocktraverse nach rechts (St. Radegund/Straßenblock)...............7A+
2) Only for Hookers (Probebühne)....................................................................7A+
3) Nix für Memmen (Waldspielpark aka Gschissenes Platzl)...............................7B
So war neben Merkenstein die Motivation auch hoch mal wieder einen Durchstieg zu landen bzw. hatte ich innerlich irgendwie das Gefühl, dass ich die Muscle memory und all das Auschecken der letzten Wochen nicht einfach für einen Merkenstein-Besuch opfern sollte (Anmerkung: ich komme derzeit nur am Wochenende zum Klettern; unter der Woche ist einfach zu viel in der Arbeit zu tun).
Nichtsdestotrotz entschied ich mich letztendlich dazu am Samstag nach Merkenstein zu schauen und sollte ich mich nicht allzu unfit fühlen, könnte ich vielleicht ja am Sonntag noch einen meiner Boulder im GBL abziehen.
Soweit so gut!
Das Wetter für Samstag war für Niederösterreich zwar nicht superklasse angesagt, aber 6°C bei starker Bewölkung sollten dennoch ok sein.
Nun, die Webcam am Samstag ließ leider nichts gutes erahnen. Die Straße erschien mancherorts feucht tlw. sogar nass, was mich doch abschreckte, zumal sich die Parameter (Luftdruck, relative Feuchte, Temperatur von 9:00 auf 10:00 Uhr nicht positiv entwickelten. Auch auf der Gumpoldskirchen-Webcam zogen nun verdammt dunkle und tiefhängende Wolken herum. Die Motivation war dahin, zumindest für Merkenstein, denn in Graz war es herrlich sonnig und angenehm warm.
Was mir bereits in den Tagen davor durch den Kopf gegeistert war, bevor ich mich letztlich für Merkenstein entschieden hatte, war ein durchaus verwegener Plan. Wieso sollte ich nicht alle drei Projekte, an denen ich so knapp dran war, an einem Wochenende abziehen!? Dann hätte ich für's nächste Wochenende den Kopf vollends frei und könnte mich falls das Wetter passt ganz auf Merkenstein konzentrieren.
So kehrte dieser Plan schnell wieder auf's Tapet retour und kurze Zeit später befand ich mich in St. Radegund.
Mein Schlachtplan war mit der Traverse kurzen Prozess zu machen, schließlich hatte ich diese als letztes probiert und war dabei beim vorangegangenen Besuch gleich zwei mal am letzten Zug heruntergefallen.
Danach würde ich noch am selben Tag zum "Nix für Memmen" schauen und dort mein Glück versuchen. Je nachdem wie lange ich für die Traverse benötigt hätte, würde ich sofort im Anschluss oder nach einer längeren Mittagspause weiterfahren.
Dann hätte ich die Nacht zum Regenerieren und müsste am Sonntag "nur" mehr eine 7A+ klettern. "Only for Hookers" sollte auch deshalb als letztes geklettert werden, da dieser Boulder so brutal überhängt, dementsprechend aber recht gute Griffe aufweist, die ich auch noch mit Tape halten könnte.
Meine Haut war nämlich vom letzten Wochenende immer noch etwas mitgenommen.
In Radegund angekommen war es kälter als gedacht und der Straßenblock leider schon im Schatten (ca. 11:15 Uhr). Auch fühlte ich mich doch ziemlich müde. Trotzdem war ich mir sicher, dass ich zumindest diesen Boulder heute würde bezwingen können und so startete ich das Aufwärmen.
Zunächst ging auch das Aufwärmen nicht allzu leicht von der Hand aber von Zug zu Zug wurde es ein wenig besser und wenige Zeit später war ich bereit meinen ersten Go hineinzuhauen.
Ay nein, ich hatte mein Red Bull im Auto vergessen! Also kurz hinüber, dieses Ritual gehört zu meinem Kletterleben dazu. Ohne koffeiniertes Zuckerwasser kein Durchstieg! =D
Zurück beim Block schnallte ich mir die Kampfschuhe an und fühlte mich nun auch richtig gut aufgewärmt, sowohl die Muskeln als auch die Finger. Bereits der erste Zug gab mir das Zeichen, dass ich fit war und es jetzt sehr gut klappen könnte. Die ersten Meter gingen durchwegs solid und am Leistenboulder angekommen fühlte ich mich noch sehr fit. Und da war er wieder der letzte Zug. Hook setzten....fuck, verfehlt. Nochmals...yes, und jetzt mit "Schmackes" den letzten Zug herreissen. Geklappt! Perfecto!!!
Nach ca. 20 min inkl Aufwärmen packe ich nach nur einem Versuch am Straßenblock wieder meine Sachen. Optimal performed! Das war wichtig und ein gutes Vorzeichen für "Nix für Memmen".
Also gleich weiter zum Waldspielpark....dort angekommen dasselbe Bild. Ich fühle mich müde habe nun aber natürlich die positiven Vibes in mir und bin topmotiviert!
Drei Versuche hintereinander falle ich am Cruxzug. Unten hin geht es immer super solide. Das Tape am Zeigefinger wird dabei von Versuch zu Versuch immer mehr eingespart, um mehr Grip am Sloper zu haben (zunächst noch schön auf's letzte Fingerglied nach hinten getaped, dann nur mehr am 1. Glied aber noch breit, dann nur mehr halbe breite von vorhin) und plötzlich fällt mir auch wieder ein, dass ich mich beim Cruxzug hauptsächlich darauf konzentrieren muss, dass der Hook nicht sofort herausrutscht sondern drinnen bleibt bis ich den Zielgriff bereits zwischen den Fingern habe.
Der nächste Versuch ist sauknapp! Mit dem Hook hat alles gepasst, doch hatte ich den Zielgriff nicht allzu gut zu fassen bekommen, sodass ich den Auspendler nicht halten konnte.
Nun machte ich eine etwas längere Pause. Geschätzt hatte ich noch 2-3 Versuche, dann würde die Kraft wohl nachlassen und ich würde mich einfach darauf konzentrieren, am nächsten Tag noch mein "Only for Hookers" zu punkten. Zwei 7A+ an einem WE wären ja auch ziemlich nice!
Außerdem entschied ich mich schließlich dazu das Tape nun ganz herunterzunehmen um optimalen Grip zu haben.
Der untere Teil lief gleich easy wie zuvor und beim Cruxzug angekommen fühlte ich mich deutlich stärker als in den Versuchen davor. Die Zielleiste bekam ich halbwegs gut zu fassen und beim auspendeln der Füße merkte ich, dass es klappen könnte und so war es auch. Schnell den linken Fuß wieder an die Wand und nun konnte mich nichts mehr stoppen. Wie genial! Vielleicht war das mein bester Klettertag bisher...aber es sollte ja noch weitergehen!
Mit gut gepushtem Selbstvertrauen ging es daher am nächsten Tag zur Probebühne, meinem neuen Konglomerat(!) Boulderspot, wo ich mir über Weihnachten bereits "King of the Konglo" (7A/+ First Ascent) und "Vitamin B(izeps)" (7A) holen konnte. Beides supergeile Teile.
Die beste Line aber war mit "Only for Hookers" (7A+) noch offen und sollte das Ziel für die Vollendung meines Hattrick-Wochenendes sein.
Auch hier fühlte ich mich zunächst wieder recht müde, doch ließ ich mich davon schon nicht mehr beirren. Zum Aufwärmen werkelte ich noch einmal an den Einzelpassagen herum, wobei ich mich trotz der Kälte (diesmal waren's nur 1,0°C) schon bald recht gut aufgewärmt fühlte und bereit für den ersten Try war.
Der Anfang lief halbwegs gut, wobei mir gleich zu Beginn einmal die Füße kamen, wo sie eigentlich dabei bleiben sollten. Aber egal. Nachdem ich beim großen Henkelloch für links angelangt war, fühlte ich mich schon nicht mehr ganz frisch aber die Motivation war hoch es jetzt einfach durchzuziehen. Die Spannung halten und ja, schon trennten mich nur noch zwei Züge vom Top.
Irgendwie fühlte es sich aber schon verdammt hart an und den vorletzten Griff musste ich einigermaßen unkontrolliert anschnappen. Halb so wild, da der Griff eh super ist, nur dass mir die Füße gehen und ich dermaßen einen fetten Swing bekommen würde, damit hatte ich nicht gerechnet!
Dennoch war der Wille anscheinend zu stark um hier noch loszulassen und nach dem zweiten oder dritten Swing schaffte ich es zum Glück auch wieder die Füße an die Wand zu bringen.
Nun noch ein beherzter und v.a. improvisierter Schnapper zum Top (eigentlich hatte ich immer mit links hinaufgegriffen) und yes, Durchstieg!
Hier das Video vom First Ascent:
Es hat also tatsächlich geklappt! Hattrick! Mein Hyper-Wochenende war wie geplant gelungen.
Genial!
Angefangen hatte alles damit, dass ich eigentlich meinem Lieblingsbouldergebiet Merkenstein endlich wieder einen Besuch abstatten wollte. Über Weihnachten hatte es wetterbedingt nie gepasst und am letzten Wochenende war ich etwas kränklich, sodass ich nicht 1 1/2 Stunden Anreise in Kauf nehmen wollte, um dann vielleicht komplett unfit nach 15 min wieder das Zeug zusammenpacken zu müssen.
Abseits von Merkenstein war ich aber in den letzten Wochen bei mehreren Bouldern im Grazer Bergland sehr knapp an den Durchstieg herangerückt, sodass ich das Gefühl hatte diese eigentlich nur mehr abknipsen zu müssen. Dies waren folgende Boulder:
1) 1/2 Straßenblocktraverse nach rechts (St. Radegund/Straßenblock)...............7A+
2) Only for Hookers (Probebühne)....................................................................7A+
3) Nix für Memmen (Waldspielpark aka Gschissenes Platzl)...............................7B
So war neben Merkenstein die Motivation auch hoch mal wieder einen Durchstieg zu landen bzw. hatte ich innerlich irgendwie das Gefühl, dass ich die Muscle memory und all das Auschecken der letzten Wochen nicht einfach für einen Merkenstein-Besuch opfern sollte (Anmerkung: ich komme derzeit nur am Wochenende zum Klettern; unter der Woche ist einfach zu viel in der Arbeit zu tun).
Nichtsdestotrotz entschied ich mich letztendlich dazu am Samstag nach Merkenstein zu schauen und sollte ich mich nicht allzu unfit fühlen, könnte ich vielleicht ja am Sonntag noch einen meiner Boulder im GBL abziehen.
Soweit so gut!
Das Wetter für Samstag war für Niederösterreich zwar nicht superklasse angesagt, aber 6°C bei starker Bewölkung sollten dennoch ok sein.
Nun, die Webcam am Samstag ließ leider nichts gutes erahnen. Die Straße erschien mancherorts feucht tlw. sogar nass, was mich doch abschreckte, zumal sich die Parameter (Luftdruck, relative Feuchte, Temperatur von 9:00 auf 10:00 Uhr nicht positiv entwickelten. Auch auf der Gumpoldskirchen-Webcam zogen nun verdammt dunkle und tiefhängende Wolken herum. Die Motivation war dahin, zumindest für Merkenstein, denn in Graz war es herrlich sonnig und angenehm warm.
Was mir bereits in den Tagen davor durch den Kopf gegeistert war, bevor ich mich letztlich für Merkenstein entschieden hatte, war ein durchaus verwegener Plan. Wieso sollte ich nicht alle drei Projekte, an denen ich so knapp dran war, an einem Wochenende abziehen!? Dann hätte ich für's nächste Wochenende den Kopf vollends frei und könnte mich falls das Wetter passt ganz auf Merkenstein konzentrieren.
So kehrte dieser Plan schnell wieder auf's Tapet retour und kurze Zeit später befand ich mich in St. Radegund.
Mein Schlachtplan war mit der Traverse kurzen Prozess zu machen, schließlich hatte ich diese als letztes probiert und war dabei beim vorangegangenen Besuch gleich zwei mal am letzten Zug heruntergefallen.
Danach würde ich noch am selben Tag zum "Nix für Memmen" schauen und dort mein Glück versuchen. Je nachdem wie lange ich für die Traverse benötigt hätte, würde ich sofort im Anschluss oder nach einer längeren Mittagspause weiterfahren.
Dann hätte ich die Nacht zum Regenerieren und müsste am Sonntag "nur" mehr eine 7A+ klettern. "Only for Hookers" sollte auch deshalb als letztes geklettert werden, da dieser Boulder so brutal überhängt, dementsprechend aber recht gute Griffe aufweist, die ich auch noch mit Tape halten könnte.
Meine Haut war nämlich vom letzten Wochenende immer noch etwas mitgenommen.
In Radegund angekommen war es kälter als gedacht und der Straßenblock leider schon im Schatten (ca. 11:15 Uhr). Auch fühlte ich mich doch ziemlich müde. Trotzdem war ich mir sicher, dass ich zumindest diesen Boulder heute würde bezwingen können und so startete ich das Aufwärmen.
Zunächst ging auch das Aufwärmen nicht allzu leicht von der Hand aber von Zug zu Zug wurde es ein wenig besser und wenige Zeit später war ich bereit meinen ersten Go hineinzuhauen.
Ay nein, ich hatte mein Red Bull im Auto vergessen! Also kurz hinüber, dieses Ritual gehört zu meinem Kletterleben dazu. Ohne koffeiniertes Zuckerwasser kein Durchstieg! =D
Zurück beim Block schnallte ich mir die Kampfschuhe an und fühlte mich nun auch richtig gut aufgewärmt, sowohl die Muskeln als auch die Finger. Bereits der erste Zug gab mir das Zeichen, dass ich fit war und es jetzt sehr gut klappen könnte. Die ersten Meter gingen durchwegs solid und am Leistenboulder angekommen fühlte ich mich noch sehr fit. Und da war er wieder der letzte Zug. Hook setzten....fuck, verfehlt. Nochmals...yes, und jetzt mit "Schmackes" den letzten Zug herreissen. Geklappt! Perfecto!!!
Nach ca. 20 min inkl Aufwärmen packe ich nach nur einem Versuch am Straßenblock wieder meine Sachen. Optimal performed! Das war wichtig und ein gutes Vorzeichen für "Nix für Memmen".
Also gleich weiter zum Waldspielpark....dort angekommen dasselbe Bild. Ich fühle mich müde habe nun aber natürlich die positiven Vibes in mir und bin topmotiviert!
Drei Versuche hintereinander falle ich am Cruxzug. Unten hin geht es immer super solide. Das Tape am Zeigefinger wird dabei von Versuch zu Versuch immer mehr eingespart, um mehr Grip am Sloper zu haben (zunächst noch schön auf's letzte Fingerglied nach hinten getaped, dann nur mehr am 1. Glied aber noch breit, dann nur mehr halbe breite von vorhin) und plötzlich fällt mir auch wieder ein, dass ich mich beim Cruxzug hauptsächlich darauf konzentrieren muss, dass der Hook nicht sofort herausrutscht sondern drinnen bleibt bis ich den Zielgriff bereits zwischen den Fingern habe.
Der nächste Versuch ist sauknapp! Mit dem Hook hat alles gepasst, doch hatte ich den Zielgriff nicht allzu gut zu fassen bekommen, sodass ich den Auspendler nicht halten konnte.
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| In der Crux von "Nix für Memmen" (7B) |
Nun machte ich eine etwas längere Pause. Geschätzt hatte ich noch 2-3 Versuche, dann würde die Kraft wohl nachlassen und ich würde mich einfach darauf konzentrieren, am nächsten Tag noch mein "Only for Hookers" zu punkten. Zwei 7A+ an einem WE wären ja auch ziemlich nice!
Außerdem entschied ich mich schließlich dazu das Tape nun ganz herunterzunehmen um optimalen Grip zu haben.
Der untere Teil lief gleich easy wie zuvor und beim Cruxzug angekommen fühlte ich mich deutlich stärker als in den Versuchen davor. Die Zielleiste bekam ich halbwegs gut zu fassen und beim auspendeln der Füße merkte ich, dass es klappen könnte und so war es auch. Schnell den linken Fuß wieder an die Wand und nun konnte mich nichts mehr stoppen. Wie genial! Vielleicht war das mein bester Klettertag bisher...aber es sollte ja noch weitergehen!
Mit gut gepushtem Selbstvertrauen ging es daher am nächsten Tag zur Probebühne, meinem neuen Konglomerat(!) Boulderspot, wo ich mir über Weihnachten bereits "King of the Konglo" (7A/+ First Ascent) und "Vitamin B(izeps)" (7A) holen konnte. Beides supergeile Teile.
Die beste Line aber war mit "Only for Hookers" (7A+) noch offen und sollte das Ziel für die Vollendung meines Hattrick-Wochenendes sein.
Auch hier fühlte ich mich zunächst wieder recht müde, doch ließ ich mich davon schon nicht mehr beirren. Zum Aufwärmen werkelte ich noch einmal an den Einzelpassagen herum, wobei ich mich trotz der Kälte (diesmal waren's nur 1,0°C) schon bald recht gut aufgewärmt fühlte und bereit für den ersten Try war.
Der Anfang lief halbwegs gut, wobei mir gleich zu Beginn einmal die Füße kamen, wo sie eigentlich dabei bleiben sollten. Aber egal. Nachdem ich beim großen Henkelloch für links angelangt war, fühlte ich mich schon nicht mehr ganz frisch aber die Motivation war hoch es jetzt einfach durchzuziehen. Die Spannung halten und ja, schon trennten mich nur noch zwei Züge vom Top.
Irgendwie fühlte es sich aber schon verdammt hart an und den vorletzten Griff musste ich einigermaßen unkontrolliert anschnappen. Halb so wild, da der Griff eh super ist, nur dass mir die Füße gehen und ich dermaßen einen fetten Swing bekommen würde, damit hatte ich nicht gerechnet!
Dennoch war der Wille anscheinend zu stark um hier noch loszulassen und nach dem zweiten oder dritten Swing schaffte ich es zum Glück auch wieder die Füße an die Wand zu bringen.
Nun noch ein beherzter und v.a. improvisierter Schnapper zum Top (eigentlich hatte ich immer mit links hinaufgegriffen) und yes, Durchstieg!
Hier das Video vom First Ascent:
Es hat also tatsächlich geklappt! Hattrick! Mein Hyper-Wochenende war wie geplant gelungen.
Genial!
Sunday, 15 December 2019
Kurzes Statusupdate 12/2019
Tut sich überhaupt noch was? Hab ich aufgehört zu klettern? Bin ich wieder verletzt?
Zuerst mal Entwarnung: Ich klettere noch! Kleinere Wehwehchen gab's zwar tatsächlich, aber zum Glück nichts ernsthaftes.
Nun, was ist dann der Grund, dass man nichts mehr von mir hört?
Es ist ein recht profaner: Mir fehlt nötiges Bildmaterial um etwas anständiges zu posten.
Gerne hätte ich wie geplant ein Video von meinem First Ascent "Die Schöne und das Biest" (8a+/b) an der Sommerresidenz veröffentlicht, aber leider war am Durchstiegstag die Kamera nicht dabei und das Video von einem der Versuche davor hatte schlichtweg keine gute Belichtung und Auflösung.
Getan hat sich im Herbst nämlich eigentlich schon so manches. Suchend/findend (1), bohrend (2), erstbegehend (3) und in letzter Zeit v.a. auch bouldernd (4).
1) Ich habe (wieder) einige neue Gebiete entdeckt, die ich nächstes bzw in den nächsten Jahren erschließen will. Das reicht von einem neuen Konglomerat(!)-Bouldergebiet über ein leider recht brüchiges Gebiet im direkten Umfeld von Graz (aber vlt geht ja doch die eine oder andere Linie) bis hin zu ein paar neuen Bouldern in Mixnitz und einer weiteren Wand im Nahebereich der Sommerresidenz.
2/3) Hier war ich im Herbst in Mixnitz am Werkeln und konnte drei saugeile und eine ok'ische neue Route erschließen und zwei davon auch gleich rotpunkten --> Bewertungsvorschläge bzw -einschätzungen:
- Die Kunst ein Doppelseil zu entwirren 6c+
- Reaktion Indirekt 7b
- (Ihr werdet mich nicht mögen) Weil ich hart bin 8a? (Proj.)
- Energie frei 8b? (Proj.)
4) Das Bouldern ist in den letzten 2 Monaten stark in den Fokus gerückt und ich konnte mir zwei 7Bs und mehrere Boulder im 7A/6C Bereich abholen. Bei anderen Projekten bin ich gut dabei, aber davon kann ich mir nix kaufen...ihr wisst schon wie ich mein :-P
Ein weiterer Grund meiner Zurückhaltung ist aber auch, dass ich derzeit aufgrund mangelnder Zeit viel trainiere und eigentlich nur einmal pro Woche draußen unterwegs bin.
Ach, und ein ein wenig anderes (aber kletterspezifische)s Projekt hab ich derzeit auch noch am Laufen. Aber dazu mehr in - ich sag mal - einem Monat ;)
Zuerst mal Entwarnung: Ich klettere noch! Kleinere Wehwehchen gab's zwar tatsächlich, aber zum Glück nichts ernsthaftes.
Nun, was ist dann der Grund, dass man nichts mehr von mir hört?
Es ist ein recht profaner: Mir fehlt nötiges Bildmaterial um etwas anständiges zu posten.
Gerne hätte ich wie geplant ein Video von meinem First Ascent "Die Schöne und das Biest" (8a+/b) an der Sommerresidenz veröffentlicht, aber leider war am Durchstiegstag die Kamera nicht dabei und das Video von einem der Versuche davor hatte schlichtweg keine gute Belichtung und Auflösung.
Getan hat sich im Herbst nämlich eigentlich schon so manches. Suchend/findend (1), bohrend (2), erstbegehend (3) und in letzter Zeit v.a. auch bouldernd (4).
1) Ich habe (wieder) einige neue Gebiete entdeckt, die ich nächstes bzw in den nächsten Jahren erschließen will. Das reicht von einem neuen Konglomerat(!)-Bouldergebiet über ein leider recht brüchiges Gebiet im direkten Umfeld von Graz (aber vlt geht ja doch die eine oder andere Linie) bis hin zu ein paar neuen Bouldern in Mixnitz und einer weiteren Wand im Nahebereich der Sommerresidenz.
2/3) Hier war ich im Herbst in Mixnitz am Werkeln und konnte drei saugeile und eine ok'ische neue Route erschließen und zwei davon auch gleich rotpunkten --> Bewertungsvorschläge bzw -einschätzungen:
- Die Kunst ein Doppelseil zu entwirren 6c+
- Reaktion Indirekt 7b
- (Ihr werdet mich nicht mögen) Weil ich hart bin 8a? (Proj.)
- Energie frei 8b? (Proj.)
4) Das Bouldern ist in den letzten 2 Monaten stark in den Fokus gerückt und ich konnte mir zwei 7Bs und mehrere Boulder im 7A/6C Bereich abholen. Bei anderen Projekten bin ich gut dabei, aber davon kann ich mir nix kaufen...ihr wisst schon wie ich mein :-P
Ein weiterer Grund meiner Zurückhaltung ist aber auch, dass ich derzeit aufgrund mangelnder Zeit viel trainiere und eigentlich nur einmal pro Woche draußen unterwegs bin.
Ach, und ein ein wenig anderes (aber kletterspezifische)s Projekt hab ich derzeit auch noch am Laufen. Aber dazu mehr in - ich sag mal - einem Monat ;)
Thursday, 15 August 2019
3.50er Block (Topo) - Stand 05/2021
Nachdem ich die letzte geplante schwerere Linie durchsteigen konnte, habe ich mich dazu entschlossen ein Topo vom 3.50er Block anzufertigen. Mit derzeit gesamt 24 Linien zwischen 5A und 7B+ bietet er auch einiges an Programm, wobei noch ein paar weitere Boulder im Bereich bis 6A/B möglich sind, die ich mir bisher einfach noch nicht angetan habe bzw. wo ich nicht mehr weiß, bis wo ich geklettert bin.
Hier nochmal die Zustiegsbeschreibung:
Dem markiereten Bärenschützklammweg bis zum Brunnen (Nadelspitz-Abzweigung) folgen und noch etwa 3-5 min weiter, wo der Weg kurz flacher wird. Hier zweigt links eine Forststraße ab, die leicht bergab führt. Dieser kurz folgen (ca. 100m) und sogleich auf einem weiteren (verwachsenerem) Forstweg rechts leicht ansteigend bergauf. Nach ca. 2-3 min ist der Block gut sichtbar. Gesamte Gehzeit ca. 30 min ab dem Parkplatz.)
Alternativ kann man auch weiter dem markierten Wanderweg zur Klamm folgen (sehr steil bergauf), bis der Block auf der linken Seite in ca. 100m Entfernung im Wald sichtbar ist. Man befindet sich dann bereits kurz unter dem Platz wo man die gute Aussicht Richtung Burgstall hat (ca. 200m davor).
Außerdem noch ein kurzer Hinweis:
Teilweise findet man in den mittelgroßen Löchern (Durchmesser ~5-20cm) kleine Nester aus Moos udgl. Dann diese Löcher bitte nicht verwenden und die Nester keinesfalls entfernen. Es handelt sich dabei um den Bau von Hummeln ;)
Der Hummelnachwuchs und diverse zu bestäubende Pflanzen werden es euch danken. Am besten einfach ein bisschen die Natur genießen!
Und nun das Topo:
Block 1 (3.50er Block)
1) Living On, 7B; Standstart beide Hände im großen Loch links und anschließend nach rechts traversieren (um die Kante) und noch 5m weiter bis zu dem markanten Ende (siehe andere Fotos)
2) Jubiläum, 6C; 5 Jahre 3.50er-Block! Standstart wie Living On und ein paar Züge gemeinsam, ehe man eher oben bleibt bzw. leicht ansteigend zum Top von Edelprolet traversiert.
3) Rainforest Alliance, 7A; Sitzstart mit links am Untergriff und rechts auf Zangenleiste (gleich rechts daneben). Eigentlich nur der 1. Zug schwer; oben derzeit halbrechts zum rechten Ende vom markanten "Bankerl" über diesem Wandteil. Augrund der trpoischen Bedingungen beim Durchstieg retrospektiv wohl etwas leichter einzuschätzen 7A+ --> 7A
4) Edelprolet, 7A+; Sitzstart mit rechts an markanter Zange und mit links an kleiner aber guter Leiste (links darunter); homogener als Rainforest Alliance; die großen Griffe von Baklava sind tabu (siehe rote Trennlinie auf Foto darunter. Selbes Top wie Rainforest Alliance. Die 7B-Bewertung beruhte zunächst auf einem deutlich schwereren Startzug (schlechtere Lösung). Final eher etwas leichter einzuschätzen 7B --> 7A+
5) Baklava, 6B+; Sitzstart mit beiden Händen am markanten Loch und gerade hoch über den großen Seitlochhenkel, wobei es einen oben felsbedingt eher nach rechts drängt, wo es ein wenig brüchig wird. Top bevor es moosig wird.
Hier nochmal die Zustiegsbeschreibung:
Dem markiereten Bärenschützklammweg bis zum Brunnen (Nadelspitz-Abzweigung) folgen und noch etwa 3-5 min weiter, wo der Weg kurz flacher wird. Hier zweigt links eine Forststraße ab, die leicht bergab führt. Dieser kurz folgen (ca. 100m) und sogleich auf einem weiteren (verwachsenerem) Forstweg rechts leicht ansteigend bergauf. Nach ca. 2-3 min ist der Block gut sichtbar. Gesamte Gehzeit ca. 30 min ab dem Parkplatz.)
Alternativ kann man auch weiter dem markierten Wanderweg zur Klamm folgen (sehr steil bergauf), bis der Block auf der linken Seite in ca. 100m Entfernung im Wald sichtbar ist. Man befindet sich dann bereits kurz unter dem Platz wo man die gute Aussicht Richtung Burgstall hat (ca. 200m davor).
Außerdem noch ein kurzer Hinweis:
Teilweise findet man in den mittelgroßen Löchern (Durchmesser ~5-20cm) kleine Nester aus Moos udgl. Dann diese Löcher bitte nicht verwenden und die Nester keinesfalls entfernen. Es handelt sich dabei um den Bau von Hummeln ;)
Der Hummelnachwuchs und diverse zu bestäubende Pflanzen werden es euch danken. Am besten einfach ein bisschen die Natur genießen!
Und nun das Topo:
Block 1 (3.50er Block)
2) Jubiläum, 6C; 5 Jahre 3.50er-Block! Standstart wie Living On und ein paar Züge gemeinsam, ehe man eher oben bleibt bzw. leicht ansteigend zum Top von Edelprolet traversiert.
3) Rainforest Alliance, 7A; Sitzstart mit links am Untergriff und rechts auf Zangenleiste (gleich rechts daneben). Eigentlich nur der 1. Zug schwer; oben derzeit halbrechts zum rechten Ende vom markanten "Bankerl" über diesem Wandteil. Augrund der trpoischen Bedingungen beim Durchstieg retrospektiv wohl etwas leichter einzuschätzen 7A+ --> 7A
4) Edelprolet, 7A+; Sitzstart mit rechts an markanter Zange und mit links an kleiner aber guter Leiste (links darunter); homogener als Rainforest Alliance; die großen Griffe von Baklava sind tabu (siehe rote Trennlinie auf Foto darunter. Selbes Top wie Rainforest Alliance. Die 7B-Bewertung beruhte zunächst auf einem deutlich schwereren Startzug (schlechtere Lösung). Final eher etwas leichter einzuschätzen 7B --> 7A+
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| Die rote Linie markiert die Trennung der Griffe zwischen Edelprolet, 7A+ (links) und Baklava, 6B+ (rechts). |
6) Hummel, 6C; Sitzstart an der Kante mit rechts auf scharfem Loch und links auf etwas abschüssigen Schultergriff-Loch. Gerade hoch über das große "Hummelloch" und die Kante rechts bis zu einem markanten Griff in ca. 3m Höhe,bevor die Kante etwas brüchig zu werden beginnt. Top somit unter jenem von Baklava.
7) 3.50, 6C; Sitzstart links an Seitloch (links der Kante und rechts mit Untergriff (rechts der Kante) --> siehe auch Foto darunter; schließlich an bzw. später rechts der Kante hinauf bis zur kleinen "Höhle".
8) Warmup with Pornhub, ~5A (Warmup-Boulder); Standstart und ziemlich gerade hoch bis zu einem halbwegs markanten Loch in ca. 4m Höhe.
7) 3.50, 6C; Sitzstart links an Seitloch (links der Kante und rechts mit Untergriff (rechts der Kante) --> siehe auch Foto darunter; schließlich an bzw. später rechts der Kante hinauf bis zur kleinen "Höhle".
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| Start 3.50, 6C |
8) Warmup with Pornhub, ~5A (Warmup-Boulder); Standstart und ziemlich gerade hoch bis zu einem halbwegs markanten Loch in ca. 4m Höhe.
9) Mittagspause, 6B; Sitzstart beim Top von Living On bzw. beim Start von Good to be back und ziemlich gerade hoch bis zu einem markanten Schlitz in ca. 4m Höhe. Ohne die Griffe links im "Riss" von Warmup with Pornhub.

10) Gscheitheit, 6A+; Sitzstart an gutem Loch mit rechts und links im Untergriff. Zuerst gerade dann leicht links hoch zu markantem Schlitz (Seithenkel).

10) Gscheitheit, 6A+; Sitzstart an gutem Loch mit rechts und links im Untergriff. Zuerst gerade dann leicht links hoch zu markantem Schlitz (Seithenkel).
11) Staubsloper, ~5B; Sitzstart an tiefem Seit-Risshenkel etwa 1,5m rechts von Gscheitheit und gerade bzw leicht links hoch über gute Griffe zu Auflegerbankerl. Etwas darüber befindet sich der Tophenkel. Das tiefe Loch rechts darf nicht verwendet werden.
12) Good to be back, 6B+; Standstart am Top von Living On (siehe Foto) und nach rechts und hinter der Kante (markante Schuppe auf Bodenhöhe) noch 3m weiter zu Henkel (darunter befindet sich eine kleine Nische). Final eher etwas leichter einzuschätzen 6C --> 6B+
13) Schuppentier, ~5C or whatever; Sitzstart an der großen Schuppe am Boden 3m vor den Top von "Good to be back" und gerade hinauf (keine Schleife klettern, d.h. ohne die guten Griffe rechts) bis zu dem Henkel in etwa 3,5m Höhe. (Foto kommt noch; für den Start --> Schuppe vergleiche aber oben).
14) Fünf Minuten mehr, 6B; Sitzstart zwischen "Good to be back"-Nische und der großen Schuppe ca. 3m davor, mit links in guten Seitloch und rechts kleinerem (aber auch nicht schlechtem) Lochgriff. Das große Loch links ist wegdefiniert. Gerade hoch bis zu markantem "Bankerl" in ca. 3,5m Höhe.
15) Definiertiv geil, 6C; Sitzstart mit links in der Nische an Untergiff und rechts im Riss. Mit rechts auf eine Leiste, höhersteigen und dann mit links direkt hoch auf den Topgriff (ohne die Griffe links --> insb Fingerloch-Zange). Undefiniert aber nicht deutlich leichter (6B/+ --> Hook).
16) Pumptrack, 7B; Kombination aus "Living on" und "Good to be back". Aufgrund des hervorragenden Rastpunktes am Living On Top (=Good to be back Start) nicht wirklich schwerer als diese, dafür aber umso pumpiger! Gutes Ausdauertraining!
Block 2 (Woozy-Block): befindet sich direkt unter dem 3.50er Block
17) Allein sein, 5A or whatever (Warmup-Boulder); die linke Kante am Woozy-Block. Sitzstart mit links an der Kante und rechts an guter Zange. Gerade hoch und austoppen. Vorsicht ob oben eh alles fest ist!
18) Woozy, 5B or whatever (Warmup-Boulder); Standstart am großen "Block" rechts und Traverse nach links über die große Schuppe (besser nicht oder möglichst sanft nehmen) und schließlich gerade hoch und austoppen (wiederum Vorsicht ob oben alles fest ist!)
19) Päpstlicher als der Papst, 5B or whatever (Warmup-Boulder); die rechte Kante. Start wie Woozy und gerade hoch und austoppen. Ein bisschen Vorsicht mit dem Baum dahinter! (+ wiederum Vorsicht ob oben alles fest ist!)
Block 3 (Stille Wasser): beim Start von Living on 5m nach unten ums Eck
20) Hello again, 5A or whatever (Warmup-Boulder); Sitzstart an der minimal links der Kante und über diese hinauf; recht nett!
21) Stille Wasser, 5C+ or whatever (Warmup-Boulder); Sitzstart mit links auf Schulter und rechts bereits oben im guten Diagonalriss. Gerade hoch. Gar nicht so easy der Zug ins Loch!
Block 4 (Offenbarungs-Block): vom "Stille Wasser" Block noch ein paar Meter weiter hinüber und dann 10m steil hinauf
22) Die Offenbarung, 7B+; Sitzstart an der rechten (überhängenden) Kante mit rechts auf Seitzwickleiste rechts der Kante und links kleiner aber feiner (Diagonal-/Seit-)Leiste links der Kante; nach links an die Kante traversieren diese etwas hoch und nach links zum markanten Horn (Startgriff von "Horny"). Über "Horny" aussteigen. Leider ist das Absprunggelände suboptimal. Besser mit Spotter und zwei Matten.
23) Horny, 6B; Sitzstart mit beiden Händen am markanten Horn; Dyno gerade hoch auf Leiste auf kleinem "Bankerl". Matchen und gerade hoch bzw. leicht links austoppen.
24) Sweet Quarantine, 6B+; Sitzstart ganz links auf gutem Leistenbankerl; Blockierer aufs ebenfalls gute Leistenbankerl darüber und schließlich ist das Füße umpositionieren nochmal gar nicht so leicht (aufpassen auf Dap!). Mündet schlussendlich in Horny ein und toppt mit dieser aus.
Saturday, 27 July 2019
Gedanken zum Durchstieg - Exen clippen
Diskussionen in Bezug auf Kletterethik finden ja laufend statt und es gibt sie zu den unterschiedlichsten Themen. Ob es um die Verwendung von Magnesium, um das Vorclippen von Bolts oder um das chippen von Routen geht. Jeder hat so seine Meinung. Im besten Fall versucht man diese subjektive Meinung durch schlagkräftige Argumente zu untermauern, um sie so gegen gegenteilige Ansichten zu behaupten.
Ein Thema, das sicherlich nicht so stark im Fokus steht wie etwa das preclippen von Bolts, aber das mich dennoch schon beschäftigt hat, ist jenes, zu welchem Zeitpunkt man eine Route als durchstiegen werten kann.
Nun mag man vielleicht vorschnell behaupten: "Na, eh klar, wenn ich sie in einem Zug bis zum Top geklettert bin". So weit so gut, aber was ist das Top? Ist es der Topgriff der gehalten werden muss, oder muss auch wirklich das Seil in der Umlenkung sein?
Klettern ist ein Kraftsport, der neben der puren Körperkraft auch einiges an Technik insbesondere Bewegungsgefühl vom Durchstiegsaspiranten abverlangt. Zu guter Letzt kommt auch noch die psychische Komponente hinzu. Zu stürzen ist kein von Natur aus angenehmes Gefühl, da es in der Regel mit Verletzungen oder schlimmstenfalls mit dem Tod verbunden wäre. Nun, zum Glück gibt es Seile! Trotzdem geht es vielen von uns so, dass man nach Möglichkeit lieber weniger weit über dem Haken steht, Bolt hin oder her.
Der Charakter und die Schwierigkeit einer Linie wird in erster Linie durch die Felsstruktur vorgegeben. Eine gewisse Möglichkeit auf den Charakter einzugreifen hat der Erschließer durch die Auswahl der Bolt-Placements. Ob man auf 20 Klettermeter 4 oder 11 Bolts setzt, vermag den Charakter einer Route deutlich zu verändern; dies in erster Linie durch Beeinflussung der psychischen Komponente, die sich aber natürlich auch auf den Körper durchschlägt. Nicht umsonst meinte schon Güllich, dass das Gehirn der wichtigste Muskel beim Klettern ist.
Aber zurück zur Sache, denn der Punkt auf den ich letztendlich hinaus will liegt noch (weit) um die Ecke; wir nähern uns aber langsam, wenn auch von hinten.
Beim Sportklettern geht es abseits dieser Beeinflussbarkeit der psychischen Komponente in erster Linie darum, die technischen und kraftmäßigen Schwierigkeiten einer Route zu meistern. Die Haken dienen nicht als Fortbewegungsmittel, sondern lediglich zur Sicherung, egal welchen Abstand sie haben mögen (mal abgesehen von den sog. "Auscheckbolts").
Mich persönlich zipft es immer ziemlich an, wenn in einer Tour eine Clipposition die Crux bildet, denn ich will harte Züge meistern und nicht härtestens das Seil aufziehen. Klar, oft lässt es sich nicht vermeiden. Ist auch gar kein Vorwurf; ärgerlich bleibt es dennoch!
Wenn es aber beim Klettern ums Klettern geht (no na ned) und nicht ums Clippen, dann ergibt sich für mich daraus, dass eine Sportkletterroute - analog zum Bouldern - dann als gemeistert gelten muss, wenn man den Topgriff entsprechend lange gehalten hat (2-3 Sekunden; zweite Hand dazu) und nicht erst wenn das Seil in der Umlenkung ist. (Natürlich muss es aber auch wirklich ein guter Clippgriff sein und nicht die Mikroleiste 3 Züge davor, von der man mit Ach und Krach und ganz viel Bauchweh eventuell auch das Top clippen könnte!).
Dies erscheint umso logischer, wenn man sich die (un)logischen Folgen vor Augen führt, wenn dem nicht so wäre. Angenommen man hat in einer Tour einen Bolt, der einem schwer zu clippen fällt und bei dem man sich - da keine Grounder-Gefahr besteht - dazu entschließt, diesen einfach auszulassen. Wenn man dem "Seil im Umlenker" Lager angehört, würde es nun schwer fallen, dies als Durchstieg zu werten und das obwohl alle Züge sturzfrei in einem Zug bewältigt wurden. Dies deshalb, weil man nicht die vollen Schwierigkeiten der Route bewältigt hat, sondern nur die kletterspezifischen! Was für's Top gilt, muss auch für jede ander Stelle der Route gelten und umgekehrt!
Überspitzt formuliert könnte diesfalls der Erschließer den Charakter (in diesem Fall die Schwierigkeit!) einer Route je nach Belieben durch blöde oder übermäßige Bolt-Placements verändern. Dies kann aber wohl nicht Sinn und Zweck der Sache sein! Es würde wohl auch niemand auf die Idee kommen in einer normalen 15m Route beispielsweise 15 Bolts zu clippen, selbst wenn sie vorhanden wären. Generell gibt die Natur (der Fels) beim Outdoor-Klettern die Schwierigkeit vor. Eingriffe - welcher Art auch immer - sollten möglichst vermieden bzw. gering gehalten werden.
Schlussendlich macht das Ganze auch dahingehend Sinn, dass wie gesagt das Klettern auch eine psychische Komponente aufweist. Wenn der Erschließer ein Angsthase ist (wie ich :-P) und lieber ein zwei Bolts mehr bohrt als unbedingt nötig, wieso sollten diese dann jemandem aufgezwungen werden, der diese nicht als psychische Stütze braucht?!
Im Endeffekt hat wie bei allen ethischen Themen jeder für sich selbst zu entscheiden, wie er dazu steht und was für einen akzeptabel erscheint. Dennoch versuche ich Dinge nicht nur rein subjektiv sondern auch von einer logischen Seite durch- und fertigzudenken und meine daraus gezogenen Schlüsse der Community mittels der einen oder anderen Anregung mit auf den Weg zu geben
--> kurzum ich wollt halt auch wieder mal meinen Senf zu etwas abgeben! =)
Have fun!
Sunday, 14 July 2019
Projekte 2019 - Teil II: Die Schöne und das Biest, 8a+/b (Sommerresidenz)
Nachdem ich nun ja schon lange nichts mehr von mir hören hab lassen, zumindest hier auf meinem Blog, ist es an der Zeit mein derzeitiges (Haupt-)Projekt ein wenig ins Rampenlicht zu holen.
An sich wollte ich mir heuer im Sommer zunächst schnell die Route Sommerresidenz (7c+/8a), welche ich voriges Jahr recht intensiv probiert hatte, abholen, aber irgendwie hat mich das Ausdauerklettern heuer nicht sonderlich gelustet und so ging das neuerliche Auschecken von Anfang weg etwas halbherzig von der Hand.
Aufgrund der mangelnden Motivation beschloss ich daher kurzerhand mein zweites angedachtes Projekt an der Sommerresidenz vorzuziehen: den Sinter! Hierbei handelt es sich eindeutig um die Kingline an diesem Spot, wobei der Sinter selbst allerdings leider nur die ersten 10m der Route vorhanden ist. Aber auch die Kletterei danach ist von bester Güte und insgesamt kommt man dann doch auf rund 25m Höhe. Hm, wie war das gerade eben mit dem "das Ausdauerklettern wieder ruhen lassen"?
Nun, der Clou an der Sache ist, ich will vorerst eigentlich nur den Sinter selbst bezwingen und da sich danach der Charakter der Route komplett ändert, würde ich am Ende des Sinters einen Zwischenumlenker platzieren.
Für die Gesamtlinie, deren Schwierigkeit sich im Übrigen wohl im Bereich 8b+ belaufen wird, fehlt derzeit auch noch ein "Verlinkungsbolt"; vielleicht ein schönes Projekt für den nächsten Sommer, oder für den Herbst. Mal sehen!
Aber nun zur Route: Der ober Part (grün) geht schon gut, in türkis der Cruxpart, wobei der eigentliche Schlüsselszug zum und vom oberen roten Kreis weg ist...den mittleren roten Kreis auf Exen-Höhe benötigt man (nun) gar nicht.
=) Geklettert! 4. September 2019
An sich wollte ich mir heuer im Sommer zunächst schnell die Route Sommerresidenz (7c+/8a), welche ich voriges Jahr recht intensiv probiert hatte, abholen, aber irgendwie hat mich das Ausdauerklettern heuer nicht sonderlich gelustet und so ging das neuerliche Auschecken von Anfang weg etwas halbherzig von der Hand.
Aufgrund der mangelnden Motivation beschloss ich daher kurzerhand mein zweites angedachtes Projekt an der Sommerresidenz vorzuziehen: den Sinter! Hierbei handelt es sich eindeutig um die Kingline an diesem Spot, wobei der Sinter selbst allerdings leider nur die ersten 10m der Route vorhanden ist. Aber auch die Kletterei danach ist von bester Güte und insgesamt kommt man dann doch auf rund 25m Höhe. Hm, wie war das gerade eben mit dem "das Ausdauerklettern wieder ruhen lassen"?
Nun, der Clou an der Sache ist, ich will vorerst eigentlich nur den Sinter selbst bezwingen und da sich danach der Charakter der Route komplett ändert, würde ich am Ende des Sinters einen Zwischenumlenker platzieren.
Für die Gesamtlinie, deren Schwierigkeit sich im Übrigen wohl im Bereich 8b+ belaufen wird, fehlt derzeit auch noch ein "Verlinkungsbolt"; vielleicht ein schönes Projekt für den nächsten Sommer, oder für den Herbst. Mal sehen!
Aber nun zur Route: Der ober Part (grün) geht schon gut, in türkis der Cruxpart, wobei der eigentliche Schlüsselszug zum und vom oberen roten Kreis weg ist...den mittleren roten Kreis auf Exen-Höhe benötigt man (nun) gar nicht.
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| Die Schöne und das Biest, 8a+/b (Sommerresidenz) |
=) Geklettert! 4. September 2019
Saturday, 9 March 2019
Projekte 2019 - Teil I: Masse und Macht (Kolosseum, Mixnitz)
Ich habe diesmal überlegt, ob ich einen Trainingspost schreiben soll, oder mal wieder ein Update zum Kletterngeschehen, oder eine Kombi aus beidem. Letztlich hab ich mich dazu entschieden einen kleinen Ausblick auf 2019 zu geben - zumindest auf meine Hauptprojekte.
Gegebenenfalls wird es dann einen eigenen etwas umfangreicheren Trainingspost in 2 bis 4 Wochen geben (inkl meinem Trainingsplan der letzten 2 Monate), wenn ich auch die Trainingsergebnisse besser einschätzen und darstellen kann .
Die heurige Saison hat mittlerweile ja schon längst begonnen, so warm wie es im Februar war.
Ich war auch bereits 2x Seilklettern; öfters ist sich mit der vielen Arbeit unter der Woche leider noch nicht ausgegangen.
Aber nun zum Ausblick/Update:
Wer meinen Posts kennt, dem wird bereits aufgefallen sein, dass mein Hauptprojekt vor meiner Fingerverletzung eindeutig Stalker (8b) im Zigeunerloch war. Zu dieser Route habe ich an sich wirklich genug geschrieben, von freudigen und weniger freudigen Episoden.
Das Update dazu ist also lediglich, dass ich hier demnächst nicht vorhabe wieder einzusteigen, und das nicht weil ich nicht motiviert wäre, sondern weil die Route reines Gift für meinen rechten Zeigefinger ist. Vor allem die Crux ist von der Einzelbelastung auf meinen angeschlagenen Finger her enorm.
Daher auf zu neuen Gefilden, wobei dies ohnehin nur mehr eine Bestätigung meiner Feststellungen aus dem letzten Jahr ist. Also Stalker wird mal kein 2019er Projekt.
In den Fokus gerückt sind im Herbst zwei neue Linien im Kolosseum, die ich dann auch gleich begann einzubohren. Über den Winter bin ich schließlich aber nicht wirklich dazugekommen sie fertigzustellen, sodass ich auch erst jetzt schreiben kann wie geil ich vor allem die Kombi zur "Masse und Macht" (= Direkte No Remorse) finde. So war ich nach der Fertigstellung topmotiviert mich gleich daran zu versuchen und aus einem geplanten Zigeunerloch-Besuch wurde schnell Kolosseum! Auch die Schwierigkeit, die ich auf 8a+/8b einschätzte war vielversprechend.
Doch dann die Enttäuschung: Aus dem geplanten schnellen Auschecken der Einzelzüge am ersten Tag, um dann beim nächsten mal gleich mit den Versuchen beginnen zu können, wurde eine äußerst schnelle Rückführung auf den Boden der Tatsachen.
Die Strukturen, die beim Einbohren als durchaus kleine aber feine Griffe identifiziert wurden, waren bei genauerer Betrachtung aus der Kletterposition als Fortbewegungsmittel eher weniger nutzbar. Was für ein Brecher! Schon die Stelle beim 3. Bolt war nicht aufzulösen.
Als der linke Mittelfinger vom Zweifingerloch immer mehr zu schmerzen begann und ich dem unendlich weit entfernten Zielgriff immer noch keinen Centimeter näher gekommen war, wollte ich mir zumindest noch den "leichteren" Mittelteil ansehen.
Nun, dasselbe Spiel! Keine Chance.
Was nun?
Das war ja erst der 1. Versuch und ich wollte den Tag noch möglichst gut nutzen. Die Wahl für den 2. Einstieg des Tages fiel letztlich auf oben erwähnte "Masse und Macht". Eine supergeile Linie, aber in meiner Einschätzung war sie eigentlich noch härter, eher so 8c herum. An sich also jetzt nicht die erwünschte Schwierigkeit für einen schnellen Frühjahrsdurchstieg. Aber irgendetwas wollte ich dennoch versuchen und schlimmstenfalls war einfach ein bisschen Dynamo-Training angesagt.
Die Linie hat die ersten zwei Bolts mit No Remorse (7c) gemeinsam, führt dann aber gerade über eine große Untergriffschuppe und ein markantes Loch weiter zur Crux, einer brutalen Wandstelle an Minileisten und Auflegern, ehe noch 4 leichtere Meter zum Top führen.
Auch hier begann es gleich einmal gut: Griffausbruch!
Nun, der Dyno war von jetzt an direkt aus der Untergriff-Schuppe durchzuführen, aber ich fand mir einen neuen Lösungsansatz, also das sollte dennoch hinhauen. Aus Zeitgründen verlagerte ich mein weiteres Bemühen dann aber auf die eigentliche Crux.
Schon im Frühjahr 2014 hatte ich mir die Stelle einmal angesehen; gemeinsam mit Stigma, wobei mir Stigma (8a) schließlich als machbarer erschien, weshalb "Masse und Macht" vorerst wieder aus dem Fokus rückte.
Erst nach meinem Durchstieg von Stigma letzten Herbst, war ich auf der Suche nach neuen Projekten mal wieder eingestiegen, wobei sich meine Erinnerungen aus 2014 bestätigten; die Crux war echt beinhart! Auch im Herbst 2018 sah ich mir also für die nähere Zukunft keine wirklichen Chancen in dieser Stelle.
Aber zurück zu meinen aktuellen Versuchen. Erstaunlicherweise konnte ich mich nun tatsächlich an den Griffen halten; zwar nur kurz und noch nicht mit sonderlich viel Bewegungspotenzial, aber da könnte sich noch einiges ändern wenn die Griffe erst einmal ordentlich geputzt wären. Das Kolosseum ist halt sehr staubig!
Das war natürlich motivierend und kurz gesagt werde ich hier sicherlich weiterprobieren, auch wenn ich derzeit noch nicht wirklich sagen kann, ob das Ganze tatsächlich schon im Bereich des mir möglichen liegt. Also, mal sehen!
Ok, es wird zu lange, ich mach zwei/drei Teile daraus. Bis dann ;)
Gegebenenfalls wird es dann einen eigenen etwas umfangreicheren Trainingspost in 2 bis 4 Wochen geben (inkl meinem Trainingsplan der letzten 2 Monate), wenn ich auch die Trainingsergebnisse besser einschätzen und darstellen kann .
Die heurige Saison hat mittlerweile ja schon längst begonnen, so warm wie es im Februar war.
Ich war auch bereits 2x Seilklettern; öfters ist sich mit der vielen Arbeit unter der Woche leider noch nicht ausgegangen.
Aber nun zum Ausblick/Update:
Wer meinen Posts kennt, dem wird bereits aufgefallen sein, dass mein Hauptprojekt vor meiner Fingerverletzung eindeutig Stalker (8b) im Zigeunerloch war. Zu dieser Route habe ich an sich wirklich genug geschrieben, von freudigen und weniger freudigen Episoden.
Das Update dazu ist also lediglich, dass ich hier demnächst nicht vorhabe wieder einzusteigen, und das nicht weil ich nicht motiviert wäre, sondern weil die Route reines Gift für meinen rechten Zeigefinger ist. Vor allem die Crux ist von der Einzelbelastung auf meinen angeschlagenen Finger her enorm.
Daher auf zu neuen Gefilden, wobei dies ohnehin nur mehr eine Bestätigung meiner Feststellungen aus dem letzten Jahr ist. Also Stalker wird mal kein 2019er Projekt.
In den Fokus gerückt sind im Herbst zwei neue Linien im Kolosseum, die ich dann auch gleich begann einzubohren. Über den Winter bin ich schließlich aber nicht wirklich dazugekommen sie fertigzustellen, sodass ich auch erst jetzt schreiben kann wie geil ich vor allem die Kombi zur "Masse und Macht" (= Direkte No Remorse) finde. So war ich nach der Fertigstellung topmotiviert mich gleich daran zu versuchen und aus einem geplanten Zigeunerloch-Besuch wurde schnell Kolosseum! Auch die Schwierigkeit, die ich auf 8a+/8b einschätzte war vielversprechend.
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| Beim Einbohren der Kombi-Linie |
Doch dann die Enttäuschung: Aus dem geplanten schnellen Auschecken der Einzelzüge am ersten Tag, um dann beim nächsten mal gleich mit den Versuchen beginnen zu können, wurde eine äußerst schnelle Rückführung auf den Boden der Tatsachen.
Die Strukturen, die beim Einbohren als durchaus kleine aber feine Griffe identifiziert wurden, waren bei genauerer Betrachtung aus der Kletterposition als Fortbewegungsmittel eher weniger nutzbar. Was für ein Brecher! Schon die Stelle beim 3. Bolt war nicht aufzulösen.
Als der linke Mittelfinger vom Zweifingerloch immer mehr zu schmerzen begann und ich dem unendlich weit entfernten Zielgriff immer noch keinen Centimeter näher gekommen war, wollte ich mir zumindest noch den "leichteren" Mittelteil ansehen.
Nun, dasselbe Spiel! Keine Chance.
Was nun?
Das war ja erst der 1. Versuch und ich wollte den Tag noch möglichst gut nutzen. Die Wahl für den 2. Einstieg des Tages fiel letztlich auf oben erwähnte "Masse und Macht". Eine supergeile Linie, aber in meiner Einschätzung war sie eigentlich noch härter, eher so 8c herum. An sich also jetzt nicht die erwünschte Schwierigkeit für einen schnellen Frühjahrsdurchstieg. Aber irgendetwas wollte ich dennoch versuchen und schlimmstenfalls war einfach ein bisschen Dynamo-Training angesagt.
Die Linie hat die ersten zwei Bolts mit No Remorse (7c) gemeinsam, führt dann aber gerade über eine große Untergriffschuppe und ein markantes Loch weiter zur Crux, einer brutalen Wandstelle an Minileisten und Auflegern, ehe noch 4 leichtere Meter zum Top führen.
Auch hier begann es gleich einmal gut: Griffausbruch!
Nun, der Dyno war von jetzt an direkt aus der Untergriff-Schuppe durchzuführen, aber ich fand mir einen neuen Lösungsansatz, also das sollte dennoch hinhauen. Aus Zeitgründen verlagerte ich mein weiteres Bemühen dann aber auf die eigentliche Crux.
Schon im Frühjahr 2014 hatte ich mir die Stelle einmal angesehen; gemeinsam mit Stigma, wobei mir Stigma (8a) schließlich als machbarer erschien, weshalb "Masse und Macht" vorerst wieder aus dem Fokus rückte.
Erst nach meinem Durchstieg von Stigma letzten Herbst, war ich auf der Suche nach neuen Projekten mal wieder eingestiegen, wobei sich meine Erinnerungen aus 2014 bestätigten; die Crux war echt beinhart! Auch im Herbst 2018 sah ich mir also für die nähere Zukunft keine wirklichen Chancen in dieser Stelle.
Aber zurück zu meinen aktuellen Versuchen. Erstaunlicherweise konnte ich mich nun tatsächlich an den Griffen halten; zwar nur kurz und noch nicht mit sonderlich viel Bewegungspotenzial, aber da könnte sich noch einiges ändern wenn die Griffe erst einmal ordentlich geputzt wären. Das Kolosseum ist halt sehr staubig!
Das war natürlich motivierend und kurz gesagt werde ich hier sicherlich weiterprobieren, auch wenn ich derzeit noch nicht wirklich sagen kann, ob das Ganze tatsächlich schon im Bereich des mir möglichen liegt. Also, mal sehen!
Ok, es wird zu lange, ich mach zwei/drei Teile daraus. Bis dann ;)
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